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Andreas H.

Grand Master of Rocketry


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Andreas H.

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Beitrag 23221 , Qualität von Raketenmotoren [Alter Beitrag14. Dezember 2002 um 11:38]

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Hi Rocketeers,

es wird zwar viel über die SF -Motoren gemeckert, aber ich habe damit noch keinen so schwerwiegenden Schaden gehabt, wie heute mit einem ESTES C6-3 (Herstellungsjahr 1997).
Trotz Schutz vor Kälte (Außentemperatur heute 0°C) hatte ich einen Außenwanddurchschlag, welcher mir meine GIGANT schwer beschädigt hat.
Habt Ihr schon solche Fälle erlebt?

Gruß Andreas mad mad mad

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Andreas H.

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Andreas H.

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Beitrag 23222 [Alter Beitrag14. Dezember 2002 um 11:40]

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Hier der durchgebrannte Motor:

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Achim

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Achim

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Beitrag 23224 , Re: Qualität von Raketenmotoren [Alter Beitrag14. Dezember 2002 um 12:59]

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Zitat:
Original geschrieben von Andreas H.
Hi Rocketeers,

es wird zwar viel über die SF -Motoren gemeckert, aber ich habe damit noch keinen so schwerwiegenden Schaden gehabt, wie heute mit einem ESTES C6-3 (Herstellungsjahr 1997).
Trotz Schutz vor Kälte (Außentemperatur heute 0°C) hatte ich einen Außenwanddurchschlag, welcher mir meine GIGANT schwer beschädigt hat.
Habt Ihr schon solche Fälle erlebt?

Gruß Andreas mad mad mad




Hi Andreas,

solche Fälle gibt es in Mengen.
Lediglich beim D7 hab ich noch keinen Versager erlebt. Bei SF C6 kam das schon so oft vor, dass ich diese Motoren überhaupt nicht mehr verwende. Bei einem Cluster von 8x Held 1000 und 6x D7 erfolgte unmittelbar nach dem Start bei einem Held 1000 seitlicher Durchbrand, der sich auf die anderen Motoren ausbreitete. Der Brandschaden war so groß, dass ich die Rakete gleich entsorgen konnte. Bei Markus platzten bei einem C6 Cluster gleich 3 Stück auf einmal.
Bei wertvollen Raketen kann man die Motorhalterrohre ca. 1cm grösser aus CFK ferigen und im Halterohr Distanzstifte vorsehen. Das Halterrohr ist oben verschlossen. Diese Konstruktion widersteht einem Motorplatzer da der Druck nach hinten raus kann. Ob sich der Aufwand angesichts des höheren Gewichts und des Platzbedarfs für die kümmerliche Leistung eines SP Motors rentiert, ist eine andere Frage.
Es gibt halt zuverlässigere Motorenkonzepte als in Pappe gepresstes SP frown

Gruß,
Achim

Der größte Feind des Erfolges ist die Perfektion
Marxi

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Marxi

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Beitrag 23225 [Alter Beitrag14. Dezember 2002 um 13:00]

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Hallo Andreas !

Mein Beileid ! frown

Ganz genau so bekommt man`s leider alle Jahre wieder zu dieser Zeit zu hören und ich hab`da auch einige Erfahrungen gesammelt und viel darüber mitbekommen, was ich kurz zusammengefasst erläutern will:
1. Bei Temperaturen unter dem 0- Punkt Treibsätze vor dem Start immer in wärmeren Gegenden aufbewahren.
Bis D ist wohl die Jackentasche am Geeignetsten. smile
Und bei den Startvorbereitungen sollte es dann relativ flott von der Hand gehen. Also erst alles außer die Rakete vorbereiten ... aber wem erzähl`ich das. smile
2. Bin ich der Meinung, dass bei einem Cato/Motorplatzer das Standard Fünf-Meter Zündkabel fast unzureichend ist, vor allem da eine Rakete aus 50 m viel schöner zu bewundern ist.
Daher kople ich immer 2-3 Zündschnüre mittels eines Fadens der über die Zündschnur gewickelt wird - keine Sorge, die brennt sich durch.
3. Zu solchen Zeiten niemals, falls man aus versehen eine 24er Halterung eingebaut hat, den Karton des Treibsatzes abzutragen, zumal dies unter Bearbeitung des Treibsatzes fällt und somit Verboten ist.
Da ist ein Durchbrenner/Cato vorhersehbar.

Just my 2-Cents. smile

Viele Grüße,
Marxi
Tom

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Tom

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Beitrag 23226 [Alter Beitrag14. Dezember 2002 um 14:59]

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Hmmm...

ich bin bisher von seitlichen Durchbrennern (immer noch) verschont geblieben. Auch das ein Estes Motor als Seitendurchbrenner auftritt ist mir neu.

Meine Erfahrung mit C6-3 von SF zeigten mir bisher Durchschläger nach oben und (subjektiv beurteilt) Schwankungen in der Leistung.
(aber das hatten wir ja schon diskutiert...)

@Achim: Ich denke mal dass es bei SP Motoren auch sehr zuverlässige gibt, allerdings werden dies dann wohl eher Kleinserien wie etwa für die Sportler sein.... Alles was sich zum Massenartikel entwickelt wird früher oder später einen Qualitätsverlust erleiden.

Die Herstellung muss billigst sein, da der Verbraucher nix ausgeben will/kann...

Tom
Oliver Arend

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Oliver Arend

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Beitrag 23229 [Alter Beitrag14. Dezember 2002 um 16:25]

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Ich hab selbst auch noch keinen seitlichen Durchbrenner gehabt. Allerdings einen nach oben, SF B4-4.

Und: Die Jackentasche ist im Winter etwa genauso kalt wie die Umgebung, wenn man nicht die Hand drin hat. Also noch besser Hosentasche.

Oliver
Andreas H.

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Andreas H.

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Beitrag 23232 [Alter Beitrag14. Dezember 2002 um 17:16]

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Hi all,

danke für Eure Antworten! Nun, Tom, gerade die ESTES-Motoren sind schweineteuer. Da meint man doch, daß man auch Qualität erwarten kann.
Der Motor ist zwar schon 5 Jahre alt, aber immer kühl und trocken gelagert gewesen. Und wie gesagt, hatte ich extra darauf geachtet, daß die Motoren "warm" bleiben, da man ja weis, daß die Kälte zu Wandablösung des SP führen kann.
Der Flammendurchschlag hat sich nur durch ein Schlingern der Rakete in ca. 50...80 m Höhe bemerkbar gemacht. Der Start verlief absolut normal.
Also ich habe schon ein paar hundert SP-Motoren verfeuert, aber das konnte ich bisher nicht beobachten.

@Achim:
Es gibt halt zuverlässigere Motorenkonzepte als in Pappe gepresstes SP

Korrekt, nur nicht legal in DL. frown

@Marxi: All Deine Punkte sind absolut richtig, konnten aber diesen Durchbrenner nicht verhindern, da ich alles beachtet hatte.
Übrigens standen wir auch ca. 50 m weit weg, denn ich habe meine neue Funkfernanzündung benutzt. Aber man hätte auch direkt danebenstehen können, er ist nicht deflagriert (um den Fachbegriff zu benutzen).

Wahrscheinlich ist eine dünne Stelle im Pappmantel die Ursache.
Ich werde die Hülse nachher mal aufschneiden.

Das Ganze ist ja kein Beinbruch, aber halt unschön.

Also noch besser Hosentasche.

Hehe, hoffentlich ist's dort nicht zuuu warmfg


Grüße

Andreas

Stefan S

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Beitrag 23247 [Alter Beitrag15. Dezember 2002 um 10:50]

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ohne Worte !!!

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Fly High and Save
Neil

99.9% harmless nerd


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Neil

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Beitrag 23249 [Alter Beitrag15. Dezember 2002 um 11:41]

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Hallo Stefan,

ich will mich ja nicht unbeliebt machen, aber irgendwie sieht das schön aus.
Ich glaube mich zu erinnern, das wir auf dme TDR auch einen Durchbrenner hatten. Ich selber hatte auch schon mal einen gehabt. Ist aber weiter nicht schlimm gewesen, weil es noch die Zeit meiner Wegwerfraketen war. Bei einer aufwendig gestylten Rakete würde ich dagegen Schutzvorrichtungen anbringen.
Was ich aber schon mal hatte, waren Wärmeinwirkungen des motors auf den Lack. Das hat dann ein paar Blasen geworfen.

Gruß

Neil

Die Erde ist eine Scheibe. Egal in welche Richtung sich die Menschheit bewegt, sie geht immer auf einen Abgrund zu.


Andi Wirth

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Beitrag 23253 [Alter Beitrag15. Dezember 2002 um 12:37]

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Hallo Treibsatzgeschädigte

Ich hatte auch mal einen Durchbrenner an einem AT 24mm-Motor (F39T). Auch in dieser Kategorie ist man nicht absolut sicher. In meinem Falle war laut Jürg - im Gegensatz zu den häufigsten Versagern - kein Fehler im Zusammenbau zu erkennen (was mir auch schon passiert ist; die Folge war ein E16 mit der Verzögerung -1s ...).
Beim 24mm-Motor wars ein CATO, da meine Rakete den Flug nicht mehr fortsetzte, sie drehte einen halben Looping.
Eine Zeitlang hatte man mit dem Estes D12-3 eine fast 30%-ige Chance zu einem Cato; sie explodierten reihenweise. Zum Glück haben sie dieses Problem wieder im Griff.
Übrigens geht es mir wie Neil: Ich schwanke immer zwischen Ärger/Mitgefühl und Faszination bei solchen Bildern!

Gruss

Andi

PS: Dank deinem Cluster war es bei dir - nach meiner Meinung - kein CATO, da die Rakete zwar beschädigt wurde, aber den Flug normal fortsetzte.
Was für ein Recovery-System hast du? Der ausgefallene Motor müsste doch eine reduzierte Gipfelhöhe zur Folge gehab haben. Kein Problem?

Lebenserfahrung ist die Summe der Fehler, die zu machen sich kein anderer gefunden hat. (Jules Romains)
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