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Tom

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Tom

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Beitrag 2479 [Alter Beitrag27. August 2000 um 11:33]

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Vor kurzem erreichte mich wieder eine Anfrage zum Thema Solarzünder. Um einmal zu zeigen wie dieser Zünder aussieht hier das Bild:

Der zünder ist im Prinzip gleich den Copperheads von Aerotech. Nur sind die Anschlüsse der Copperheads bis um das 4 fache länger. Die Technik ist allerdings die gleiche: eine dünne beidseitig beschichtete Kupferfolie (voneinander isoliert), oben dann ein wenig pyrotech. Pulverbesatz der schnell und heiß verbrennt.
Zündspannung sollte min. 9V betragen.
Jedoch sollte man keine 9V Blockbatterie einsetzen, da diese nicht in der Lage ist den entsprechenden Strom zu liefern.
Faust

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Beitrag 2480 [Alter Beitrag19. Oktober 2000 um 16:04]

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hmmm... frage,
was haben dann solarzünder eigendlich mit SOLAR zu tun ??
(oder wie ist man auf diesen namen gekommen?!)
ciao
faust
------------------
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womit man selbst einverstanden ist. ---!>

Whoa... I did a 'cat /boot/vmlinuz > /dev/audio' and I think I heard God!
Josef

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Beitrag 2481 [Alter Beitrag05. November 2000 um 08:32]

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Elektrozünder
Robert Klima RAMOG Mitglied hat einen Elektrozünder bei der BAM zugelassen.
BAM Nr.????????????????????

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Wolfgang Schäfer

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Wolfgang Schäfer

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Beitrag 2482 [Alter Beitrag05. November 2000 um 18:30]

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Mh..... Antwort
Solarzünder haben Ihren Namen meines Wissens daher, dass sie mit einem geringen Strohm gezündet werden können, was ja auch z.B. bei den Esthes-Zündern der Fall ist. Nimmt man die Zünder, die Ihr zum Teil bei St. Wimmer bestellt habt, so kann man diese auch mit einem "Solarstrom" zünden. Daher also der Name.
Faust

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Beitrag 2483 [Alter Beitrag05. November 2000 um 22:11]

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@Josef und Wolfgang,
danke, das ganze sind also sowas ähnliches
wie "zündpillen" <= die zünden ja auch schon
ab 50 mA oder soo...

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Tom

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Tom

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Beitrag 2484 [Alter Beitrag14. Februar 2001 um 18:30]

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Ich möchte das Thema Zünder & Co nochmals etwas beleben:
Bei einer Motorbündelung setzen wir sehr oft die Methode Zündpfanne alà Thorwald ein.
Diese Art ist sehr effektiv und sicher.
Zum Einen beim Zünden, wie auch beim Verpratzen des Modells mit dem Pulverschmauch der Zündpfanne
Nun stellt sich die Frage nach Elektrozündern:
(Auch wenn dies schon mal irgendwo diskutiert wurde)
Werden die Elektrozünder nun in Reihe oder paralell geschaltet ?
Und warum in welcher Art auch immer ?
Tom
Oliver Arend

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Beitrag 2485 [Alter Beitrag14. Februar 2001 um 19:35]

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Also, ich habe bisher die Zünder von Stefan nach einigen Fehlversuchen mehrfach erfolgreich bei 2er-Clustern eingesetzt, und plane demnächst einen Test mit 4 C-Motoren (F2 Generalprobe). Ich habe bisher immer parallel geschaltet, ist eine Angewohnheit von des Estes-Zündern. Diese brennen ja direkt durch und würden daher bei einer Serienschaltung den anderen Zündern den Strom nehmen, wenn sie nicht wirklich exakt gleichzeitig zünden. Bei Stefans Zündern geht Serienschaltung, da der Stahldraht, der nur Hitze zur pyrotechnischen Ummantelung abgibt, bestehen bleibt und nicht durchbrennt. Serienschaltung ist sicherer, da hier die Durchgängigkeit aller Zünder auf einmal gestestet werden kann - wer zuviel Zeit hat kann das jedoch bei allen Zündern einzeln vorm Einsetzen machen. Hier ist jedoch Achtung geboten: Ein einzelner Zünder geht bereits beim Prüfstrom eines Estes-Zünders los (geringer Innenwiderstand der Glühbirne?), ich hab die Dinger schon erfolgreich mit einer Mignon-Zelle gestartet, auch wenn die Zündverzögerung schon wenige 1/10-Sekunden beträgt, während die Dinger bei den vollen 6 V sofort losgehen.
Oliver
Achim

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Achim

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Beitrag 2486 [Alter Beitrag14. Februar 2001 um 22:15]

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Zitat:
Original erstellt von Tom:
Ich möchte das Thema Zünder & Co nochmals etwas beleben:
Bei einer Motorbündelung setzen wir sehr oft die Methode Zündpfanne alà Thorwald ein.
Diese Art ist sehr effektiv und sicher.
Zum Einen beim Zünden, wie auch beim Verpratzen des Modells mit dem Pulverschmauch der Zündpfanne
Nun stellt sich die Frage nach Elektrozündern:
(Auch wenn dies schon mal irgendwo diskutiert wurde)
Werden die Elektrozünder nun in Reihe oder paralell geschaltet ?
Und warum in welcher Art auch immer ?
Tom



Also ich bleibe bei der Parallelschaltung, auch wenn Stefan vom gegenteil überzeugt ist, und in der Sprengtechnik die Parallelschaltung verboten ist. (was bei zig Metern Leitungslänge ja auch kaum praktikabel wäre). Ich sehe bei Clustern auch keinen Vorteil der Reihenschaltung. Vom Verdrahtungsaufwand bringt es jedenfalls eher Nachteile. Ausserdem muss bei Reihenschaltung doch die Zündspannung erhöht werden, im Gegensatz zur Parallelschaltung, wo sich der Strom erhöht. Oder irre ich da?
Für verzögerungsfreie Zündung braucht man pro Zünder so um die 6Volt. bei einem 10er Cluster (für uns nichts ungewöhnliches, was Tom? grins?) wären das dann schon 60 Volt, also jenseits der ungefährlichen Kleinspannungen. Zwar könnte man dann den Leitungsquerschnitt erheblich verringern, aber das wären dann bereits 50! NiCd Zellen.
Das schafft auch das teuerste Ladegerät nicht. Aber egal wie, Haupsache es funktioniert. Bis 3 Motoren dürfte es ziemlich wurscht sein, ob parallel oder seriell.
Achim

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Stefan Wimmer

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Stefan Wimmer

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Beitrag 2487 [Alter Beitrag14. Februar 2001 um 23:49]

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Zitat:
Original erstellt von Achim:
Also ich bleibe bei der Parallelschaltung, auch wenn Stefan vom gegenteil überzeugt ist, und in der Sprengtechnik die Parallelschaltung verboten ist. (was bei zig Metern Leitungslänge ja auch kaum praktikabel wäre). Ich sehe bei Clustern auch keinen Vorteil der Reihenschaltung. Vom Verdrahtungsaufwand bringt es jedenfalls eher Nachteile. Ausserdem muss bei Reihenschaltung doch die Zündspannung erhöht werden, im Gegensatz zur Parallelschaltung, wo sich der Strom erhöht. Oder irre ich da?


Nein, Du irrst nicht. Und genau in der Erhöhung des Stromes liegt bei Parallelschaltung die Crux. (siehe unten)
Zitat:
Für verzögerungsfreie Zündung braucht man pro Zünder so um die 6Volt. bei einem 10er Cluster (für uns nichts ungewöhnliches, was Tom? grins?) wären das dann schon 60 Volt, also jenseits der ungefährlichen Kleinspannungen. Zwar könnte man dann den Leitungsquerschnitt erheblich verringern, aber das wären dann bereits 50! NiCd Zellen.


...nicht ganz richtig:
Wie man der 1. SprengV entnehmen kann, benötigen Brücken(an)zünder Typ A einen Strom von 0,6A zur sicheren Auslösung und haben einen Innenwiderstand (incl. Anschlußdraht) von ca. 2 Ohm. Das mach also etwa 1,2V pro Zünder - in der Praxis rechnet man mit 2V.
Wenn man nun mal bei dem 10-er Cluster bleibt, kann man mal ein wenig rechnen:
Geht man mal von einem Widerstand der Zündleitung von 0,5 Ohm aus, so hat man bei Reihenschaltung einen Gesamtwiderstand von 20,5 Ohm. Mit 18V (2 in Reihe geschaltete 9V NiCd Akku-Blocks (die liefern das benötigte 1A im Gegensatz zu Primärbatterien noch gut) wäre also eine sichere Zündung problemlos möglich.
Bei Parallelschaltung bekommt man einen Gesamtwiderstand von 0,7 Ohm, wobei 0,5 Ohm auf den Draht entfallen. Bei 6V Zündspannung rauschen also mal eben locker 8,6A durch die Leitung. Dabei fällt an den Zündern eine Spannung von 1,7V ab (also gerade noch so im grünen Bereich), die restlichen 4,3V fallen der Leitung zum Opfer. Dabei werden in der Zündleitung 36,7Watt unnötigerweise verbraten. Mit steigender Zünderzahl wird das Verhältnis von Zündspannung und Leitungsverlusten dramatisch schlechter.
In der professionellen Spreng- und Pyrotechnik wird (bis auf gaaanz wenige gesetzlich extra zugelassene Ausnahmen) IMMER Serienschaltung verwendet. Erstens vermindert das den Verdrahtungsaufwand, zweitens kann man durch eine einfache Widerstandsmessung den Durchgang und die Anzahl der in der Schaltung befindlichen Zünder bestimmen und drittens läßt sich die Spannung viel leichter erhöhen als der Strom. Eine "Sprengmaschine" besteht aus einem Kurbelinduktor, einem Gleichrichter und einem Speicherkondensator. Damit erreicht man locker einige hundert Volt (bei manchen Maschinen bis in den unteren kV-Bereich), was zur sicheren Auslösung von hunderten Zündern selbst bei dünnen Drähten reicht. Eine Parallelschaltung von 100 Zündern wäre dagegen fast unmöglich auszulösen.
Bei vielen Hobby-Pyrotechnikern (gibt's v.a. in den USA (mal wieder)) sind Zündgeräte sehr weit verbreitet, die aus der Blitz-Elektronik dieser einfachen Wegwerf-Kameras gebaut wurden. Die erreichen locker Zündspannungen von 250 bis 350V und werden mit einer Mignon-Zelle (AA) betrieben.

It's the Government - it doesn't have to make sense! (B. Kaplow in r.m.r)
Peter

alias James "Pond"


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Peter

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Beitrag 2488 [Alter Beitrag15. Februar 2001 um 10:36]

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Wie sieht es eigentlich mit den Leitungsverlusten bei langen Kabeln aus, bzw. wie baut ihr die Zündanlage, um das zu klein zu halten?
Mein Rezept ist ganz einfach: ich benutze eine Funkzündung, womit die eigentliche Zündbatterie unmittelbar neben der Rakete steht. (Natürlich codiert, damit nicht jeder Wackler im Äther die Rakete versehentlich startet.)
Frage in diesem Zusammenhang: stimmt es, daß bei HPR solche Funkzündungen verboten sind?
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