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robby2001

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robby2001

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Beitrag 6902912 , Bauanleitung für ein zusammensteckbares Fallschirmmodul [Alter Beitrag08. November 2008 um 16:44]

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Moin!

Die Bauanleitung für das zusammensteckbare Fallschirmmodul ist fertig.
Hier möchte ich euch erst mal zeigen, was so in der Anleitung drinsteht. Nachdem eventuelle
Verbesserungsvorschläge umgesetzt wurden und Fehler verbessert wurden, werde ich alles ins
Archiv laden.

Nun geht´s los.
Als Anhang sind die Zeichnung der Bauteile und eine Bohr- und Schneideschablone angefügt:


Hier der Text:

Im Folgenden wird der Bau eines zusammensteckbaren Fallschirmmoduls für 1-Liter-Flaschen
(80 mm Durchmesser) beschrieben. Dieses Modul wird nur mit Hilfe von form- und kraftschlüssigen
Verbindungen zusammengesteckt und –geklemmt.
Dadurch ergeben sich zwei wesentliche Vorteile gegenüber stoffschlüssigen Klebeverbindungen:

- Die Zusammenbauzeit verkürzt sich, da die Aushärtezeit von Klebstoffen entfällt.
- Defekte Teile (Timer, Gummis etc.) können schnell ausgetauscht werden.

Materialliste: Werkzeugliste:

- Sperrholz 20x30 cm, - Cuttermesser
Dicke 4 mm - Dekupiersäge oder
- 2 Stück 1 Liter Mehrweg-PET-Flaschen Laubsäge
mit geradem Mittelteil (Fanta, Sprite, etc.) - Dremel oder
- 2 große Timer (15 mm breit) - Bohrmaschine mit 4 mm
- 40 cm dünnes Gummi Bohrer
- 40 cm dickes Gummi - Bügeleisen
- 35 cm Schnur

Als erstes werden aus den PET-Flaschen die Außenwand des Moduls und die beiden Klemmringe
herausgeschnitten. Die Außenwand stellt man aus der ersten Flasche her. Dazu wird aus dem
zylindrischen Teil der Falsche ein 110 mm langes Stück herausgeschnitten.
Aus der zweiten Flasche schneidet man auf diese Weise zwei ca. 40 mm lange Stücke heraus, welche
sodann an den Schnittflächen mit einem Bügeleisen geschrumpft werden.


Danach wird die Bohr- und Schneideschablone ausgedruckt und am äußeren Rand ausgeschnitten. Mit
Tesafilm wird die Schablone auf die Außenwand des Moduls geklebt. Dabei möglichst die Schablone
auch am oberen und unteren Rand mit Tesafilm am PET befestigen. Mit einem Cuttermesser werden nun
die Türen möglichst exakt ausgeschnitten. Die Löcher für die Timer und die Triggerstäbe werden mit dem
Dremel ausgebohrt und –gefräst.


Hier ist die fertig bearbeitete Außenwand des Moduls zu sehen.


Als nächstes müssen die Maße der Bauteile auf das Sperrholz übertragen werden. Dazu können
entweder die Maße der Bauteile mit Hilfe von Lineal, Geodreieck und Stift auf das Sperrholz gezeichnet
werden. Es ist aber auch möglich, die ausgedruckten Zeichnungen auf das Sperrholz zu kleben und
einfach die Körperumrisskanten nachzusägen. Die Zeichnungen sind maßstabsgetreu.


Beim Aussägen der Bauteile ist Genauigkeit wichtig. Je genauer gesägt wird, desto besser passen die
Teile hinterher zusammen und es muss nicht nachgearbeitet werden.


Den äußeren Durchmesser (77 mm) des Bodens und des Deckels kann man gut durch Einspannen in eine
Bohrmaschine herstellen. Einfach in der Mitte der – grob ausgeschnittenen – Boden und Deckels ein 4
mm Loch bohren. Durch das Loch beider Teile einfach eine kurze Gewindestange stecken und auf beiden
Seiten mit Muttern festziehen. Danach alles in die Bohrmaschine einspannen und den 77 mm
Durchmesser bearbeiten.
Der 77 mm-Durchmesser soll hinterher „leicht stramm“ in das Modul passen.

Nun beginnt der Zusammenbau des Fallschirmmoduls. Dazu werden zunächst die Gummis zum Zuhalten
der Türen und die Türen selbst montiert. Die Gummis werden auf eine Länge von ca. 180 mm
zugeschnitten, durch die entsprechenden Löcher in der Außenwand gesteckt und innen verknotet. An
die Gummis werden mit kurzen Bändern die Türen befestigt, ebenso die Bänder (ca. 120 mm), die
hinterher um die Timerachsen gewickelt werden.


Nun wird in die Unterseite des Moduls ein Klemmring soweit hinein geschoben, dass die Oberkante des
Klemmrings 2 mm unterhalb der Unterkante der Türöffnungen liegt.


Wenn nun als nächstes der Boden eingebaut wird, muss die Oberkante des Bodens 2 mm oberhalb der
Unterkante der Türöffnungen liegen. Dadurch entsteht eine 2 mm hohe Stufe, auf der nachher im
geschlossenen Zustand die Tür aufliegen kann.


Weiter geht es mit dem Einbau der Seitenwände und der Timeranschläge.
Seitenwand und Timeranschlag können zwecks leichteren handlings zusammengeklebt werden.


Danach werden zwei 20 cm lange dünne Auswurfgummis jeweils an den Enden verknotet und über die
Seitenwände gelegt, sodass sie in den entsprechenden Aussparungen zum liegen kommen.


Jetzt werden die Timer eingesetzt und die Timerknöpfe durch die Löcher in der Außenwand gesteckt.


Die Trennwand wird seitlich an den Timern vorbei zwischen die Seitenwände geschoben, mit der unteren
Lasche in die entsprechende Aussparung im Boden gesteckt und gerade geschoben.


Aus den Rückseiten der Timer schauen, je nach Ausführung Achsenenden heraus. Daher muss die
Trennwand an den entsprechenden Stellen (siehe Pfeile) mit Aussparungen versehen werden.


Als letztes wird der Deckel aufgesetzt…


… und das Ganze durch Aufschieben des oberen Klemmrings gesichert.


Fertig!


So, was sagt ihr dazu?
Ich möchte euch um Anregungen, Verbesserungen und Kritik bitten.
Wenn alles paletti ist, kommt alles als PDF ins Archiv.

Gruß Robert

Geändert von robby2001 am 08. November 2008 um 17:01

MarkusJ

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Beitrag 6902920 [Alter Beitrag08. November 2008 um 17:20]

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Robby, tolle Sache!
Selbst wenn man glaubt, alles gesehen zu haben, schaffst du es immer noch, durch (altes) neues zu begeistern! DANKE!

mfG
Markus

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Scorpion_XIII

Poseidon

Scorpion_XIII

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Beitrag 6902925 [Alter Beitrag08. November 2008 um 17:45]

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Klasse!
Habe in Lotte ja selber solch ein Modul gebaut und ich bin begeistert big grin

Eventuell kannst du noch was zu den Timerbezugsquellen sagen wink. Die dann passen für das Modul.

Gruß
Scorpion_XIII

Geändert von Scorpion_XIII am 08. November 2008 um 17:59


t(h)rust in GARDENA
voltage

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Beitrag 6902931 , Steckbares Fallschirmmodul [Alter Beitrag08. November 2008 um 20:21]

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Hi Robby

Super anleitung und sehr zu empfehlen bei schneller montage oder reperatur etc. king king
würde auch mal so ein modul bauen
hab auf den bildern in lotte ja schon die zeichnungen gesehen
einfach super

Gruß Alexander

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Mein Lehrer
voltage

Wasserraketenbauer

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Beitrag 6902932 [Alter Beitrag08. November 2008 um 20:24]

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wie kann man bei andern Kalibern wie 0,5 oder 1,5 liter
das modul vergrößern
vieleicht im pdf dokument vergrößern
freue mich auf vorschläge

Alexander

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Bäckchen

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Bäckchen

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Beitrag 6903909 [Alter Beitrag09. November 2008 um 12:14]

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Hallo Robby,
klasse dein Baukasten, ich bin schon ganz unruhig und will das Teil mal nachbauen.
Ich glaube du hast auch schon gesehen das die Materialliste etwas durcheinander ist smile, in der Zeichnung würde ich noch einen Hinweis darauf geben an welcher Stelle man Anpassung vornehmen muß wenn man ein anderes Timermodul hat. Der Hinweis auf die Triggerstabauslöseabstandsnorm darf auch nicht fehlen. big grin
Super Arbeit Robby, mit welchen Programm hast du eigentlich die Zeichnung gemacht ?
viele Grüße
Andreas

In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders !?
robby2001

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robby2001

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Beitrag 6904926 [Alter Beitrag10. November 2008 um 19:47]

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Moin!

Vielen Dank für die Verbesserungsvorschläge.
Die Baubeschreibung ist nun hier im Archiv zu finden.

Hinweis: Wenn die Schablone bzw die Zeichnung ausgedruckt wird, bitte beim Ausdrucken die
Seitenanpassung auf "keine" setzten, damit die Blätter im Maßstab 1:1 ausgedruckt werden.
Zur Sicherheit sollte man aber auf den ausgedruckten Blättern nochmal die Maße nachmessen.

@ Bäckchen:
Die Zeichnungen habe ich mit Paintshop Pro gemacht. Man hätte es auch schneller/leichter
mit z.B. MegaCAD oder so machen können, aber in Paintshop hab ich mich mit der Zeit ziemlich
reingefuchst.

@ voltage:
Nee, einfach up- bzw. downsizen geht so einfach nicht. Man müsste ne neue Zeichnung machen.
Wenn ich mal Zeit habe, setze ich mich mal dran.

Gruß Robert
voltage

Wasserraketenbauer

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Beitrag 6904986 [Alter Beitrag11. November 2008 um 20:09]

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Ganz schönes Stück arbeit

Gruß Alexander

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schmidi093

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schmidi093

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Beitrag 7001917 [Alter Beitrag15. April 2009 um 09:03]

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Coole Sache.

Aber wie schwer ist dein Modul im Vergleich zu einem "normalen" geklebten Modul

Gruss Thomas
robby2001

Gardena Master of Rocketry


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robby2001

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Beitrag 7001923 [Alter Beitrag15. April 2009 um 13:55]

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Moin!

Hm, ich würde sagen genauso schwer. Vielleicht sogar ein paar Gramm leichter aufgrund
des fehlenden Klebers.
Man könnte sogar an der einen oder anderen Stelle noch Bohrungen setzen um Material
zu entfernen und Gewicht zu sparen.

Gruß Robert
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