Raketenmodellbau.org Portal > Forum > Rund um den Raketenmodellbau > Probleme & FAQ > Probleme mit Lipo Akku
Du kannst keine neue Antwort schreiben
Seiten (2): « 1 [2]

Autor Thema 
littlefeat

Drechsel-Lehrling

littlefeat

Registriert seit: Apr 2003

Wohnort: Lö-Stetten

Verein: AGM, ARGOS, TRA

Beiträge: 78

Status: Offline

Beitrag 7168917 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 13:05]

[Melden] Profil von littlefeat anzeigen    littlefeat eine private Nachricht schicken   Besuche littlefeat's Homepage    Mehr Beiträge von littlefeat finden

Hier noch eine interessante Seite betr. Batterien auch Lipo

http://www.batteryuniversity.com/partone-german.htm


- Aufgebläht durch Wasserstoffgas-Entwicklung
--> eher; evt.Sauerstoffgas !?, da die Elektrolyte der Lipos ein H20-Gehalt < 20ppm haben dürfen.
---> fortlaufendes Erwärmen des Elektrolyten bis zum Siedepunkt; manche Elektrolyt sieden schon ab 80°C


VG
Jürgen


Matz

Anzündhilfe

Matz

Registriert seit: Aug 2008

Wohnort: München

Verein: WARR, RMV 82 e.V.

Beiträge: 22

Status: Offline

Beitrag 7168919 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 13:52]

[Melden] Profil von Matz anzeigen    Matz eine private Nachricht schicken   Besuche Matz's Homepage    Mehr Beiträge von Matz finden

Hi Saqib,

falls du einen günstigen Ersatz für deinen Lipo suchst, kannst du ja mal hier schauen:
http://www.hobbycity.com/hobbyking/store/uh_viewItem.asp?idProduct=8936
Wenn du inklusive Versand unter 20 Euro bleibst, musst du auch kein Zoll oder Mehrwertsteuer nachzahlen. Der Nachteil ist die relativ lange Lieferzeit von etwa 2 Wochen.

Grüße
Matz
Dany

Der mit dem Dremel tanzt

Dany

Registriert seit: Aug 2000

Wohnort: Fislisbach, CH

Verein: ARGOS, TRA, HGV

Beiträge: 1213

Status: Offline

Beitrag 7168920 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 14:14]

[Melden] Profil von Dany anzeigen    Dany eine private Nachricht schicken   Besuche Dany's Homepage    Mehr Beiträge von Dany finden

Zitat:
Original geschrieben von littlefeat

Hier noch eine interessante Seite betr. Batterien auch Lipo

http://www.batteryuniversity.com/partone-german.htm

- Aufgebläht durch Wasserstoffgas-Entwicklung
--> eher; evt.Sauerstoffgas !?, da die Elektrolyte der Lipos ein H20-Gehalt < 20ppm haben dürfen.
---> fortlaufendes Erwärmen des Elektrolyten bis zum Siedepunkt; manche Elektrolyt sieden schon ab 80°C



Nope !

Bei Kurzschlüssen, Tiefentladung (< 3 Volt pro Zelle), Überladen oder zu hohen Strömen kann sich die Anode zersetzen, wodurch Wasserstoff entsteht und die Zelle aufbläht. Sollte die Hülle aufreissen, verpufft das Gas und kann sich im schlimmsten Fall explosionsartig entzünden (Knallgas). Zum Löschen sollte man Sand, Decken oder Schaum verwenden, denn Wasser verschlimmert die Angelegenheit zusätzlich.

Fly High & Recover Safe
Dany Flury (ARGOS WebMaster & Ariane 4 Team, Schweiz) / EURocketry Forum
Lightning_Man

Raketenbauer

Registriert seit: Jul 2007

Wohnort: -----

Verein: -----

Beiträge: 176

Status: Offline

Beitrag 7168921 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 15:02]

[Melden] Profil von Lightning_Man anzeigen    Lightning_Man eine private Nachricht schicken   Besuche Lightning_Man's Homepage    Mehr Beiträge von Lightning_Man finden

Hi Dany, Leute,

Zitat:
Original geschrieben von Dany

Kurze Antwort:
- Der LiPo wurde tiefentladen
- Aufgebläht durch Wasserstoffgas-Entwicklung





Bist Du Dir sicher? Aufgeblähte LiPos kenne ich nur durch 3 Zustände:

1- Überlast bei der Stromentnahme oder Kurzschluß
2- Überladung oder Wiederladen solange sie noch "heiß" sind
3- Mechanische Beschädigung (und dann zu Punkt 1)

Das Problem bei LiPo's ist *nicht* das Lithium. Ja, Li brennt, wenn es
mit Wasser in Kontakt kommt (wo soll das beim Laden herkommen?), Nein
es ist das "Po" in LiPo. Und zwar sind die Elektroden durch eine Polymerfolie
getrennt. Diese Folie ist mit einer Alkoholgruppe getränkt. Wird jetzt zu
viel Strom hineingejagt (charge) oder entnommen (discharge), verdampft
der Alkohol und die Polyfolie fängt bei erhöhten Temperaturen an zu
schmelzen. Schließlich gibt es einen internen Kurzschluß. Funken und der
ganze LiPo platzt auf und fängt an zu brennen. Erst der Alkohol und später
die Polyfolie bzw. die Alu-Kunststoffhülle. Das reine (nicht als Ion vorliegende)
Li trägt kaum bis garnicht zur Flammentemperatur bei.

Der Lithiumgehalt eines 6-8Ah LiPo liegt so um die 1-1,5gr. Das meiste davon
liegt außerdem als Ion vor. Das würde noch nicht einmal so viel knallen wie
ein SNO in freier Wildbahn big grin).


@Saqib: Du mußt den Akku auf jeden Fall entsorgen. Das beste ist draußen auf
einer unbrennbaren Unterlage den Akku mit einem Widerstand mit niedrigem Strom
(500mA bis 1A) komplett entladen. komplett heißt wirklich bis auf 0 Volt. Danach
kann man die Hülle (es ist jetzt keine Energie mehr im Akku) vorsichtig aufschneiden
und denn ganzen Akku in einer Kochsalzlösung über mehrere Stunden neutralisieren.
Danach den Akku zur entgültigen Entsorgung abgeben. Bitte *NICHT* einfach in
eine Batteryrecyletonne werfen. Durch einen Kurzschluß (andere Batterien, Metal
kontakte, etc) kann sie in der Wertstofftonne immer noch hochgehen.

P.S.: Das sich der Innenwiderstand bei LiPos bei einem Temperaturanstieg so dramatisch
ändert, hängt übrigens auch mit dem Alkohohl-Electrolyt zusammen.

Pointers:
- Immer mit Balancer Laden wenn es um einen >1S LiPo handelt
- Die Ladeschlußspannung ist *extrem* kritisch
- LiPos nie voll geladen lagern, daß führt zu erhöhtem inneren Verschleiß (im Gegensatz zu NimH or NiCD)
- LiPos immer nur zu ca 75-80% entladen.
- ca 25% unterhalb max Entnahme-C bleiben

viele internette Grüße,

Reinhard

if nothing else helps, just add a couple of kilovolts smile)

L1
TRA #: 11857
Dany

Der mit dem Dremel tanzt

Dany

Registriert seit: Aug 2000

Wohnort: Fislisbach, CH

Verein: ARGOS, TRA, HGV

Beiträge: 1213

Status: Offline

Beitrag 7168922 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 15:07]

[Melden] Profil von Dany anzeigen    Dany eine private Nachricht schicken   Besuche Dany's Homepage    Mehr Beiträge von Dany finden

Zitat:
Original geschrieben von Lightning_Man

Hi Dany, Leute,

Zitat:
Original geschrieben von Dany

Kurze Antwort:
- Der LiPo wurde tiefentladen
- Aufgebläht durch Wasserstoffgas-Entwicklung



Bist Du Dir sicher? Aufgeblähte LiPos kenne ich nur durch 3 Zustände:



Ja, ich bin sicher: saqib ist geflogen, keine Überlast bei der Stromentnahme, die restliche Aufzählung sind andere Themen...

Geändert von Dany am 28. Februar 2010 um 15:08


Fly High & Recover Safe
Dany Flury (ARGOS WebMaster & Ariane 4 Team, Schweiz) / EURocketry Forum
Lightning_Man

Raketenbauer

Registriert seit: Jul 2007

Wohnort: -----

Verein: -----

Beiträge: 176

Status: Offline

Beitrag 7168931 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 15:41]

[Melden] Profil von Lightning_Man anzeigen    Lightning_Man eine private Nachricht schicken   Besuche Lightning_Man's Homepage    Mehr Beiträge von Lightning_Man finden

Hi Dany,

Wenn ich mir die Reaktionen an den Elektroden bzw die Redox
Gleichung anschaue, kann ich nicht sehen, wie da Wasserstoff
entstehen kann.

Zitat:
"saqib ist geflogen, keine Überlast bei der Stromentnahme"

? Den Rückschluß verstehe ich nicht. Nur weil der LiPo in einer
"normalen" Umgebung genutzt wurde, sagt es nichts über die
Überlast aus. Es kann doch durchaus sein, daß er trotzdem
überlastet wurde. Ein anderes Beispiel (zugegeben nur Spekulation)
Der Akku wurde beim Laden (irgendwann oder direkt vor dem
Flug) beschädigt oder die Temperatur war schon vom Laden
erhöht. Der Flug bzw die Stromentnahme hat anschliessend
den rest erledigt.

Ich will nicht sagen, daß ich Dir nicht glaube, sondern nur, daß es
mir noch nicht untergekommen ist. Ich habe schon einige LiPos
bewußt und unbewußt mißhandelt. Geblähte gab es bist jetzt
nur durch zu hohen Strom (egal ob beim Laden oder Entladen)
oder Überladen.

Geändert von Lightning_Man am 28. Februar 2010 um 15:46


viele internette Grüße,

Reinhard

if nothing else helps, just add a couple of kilovolts smile)

L1
TRA #: 11857
Matz

Anzündhilfe

Matz

Registriert seit: Aug 2008

Wohnort: München

Verein: WARR, RMV 82 e.V.

Beiträge: 22

Status: Offline

Beitrag 7168934 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 15:47]

[Melden] Profil von Matz anzeigen    Matz eine private Nachricht schicken   Besuche Matz's Homepage    Mehr Beiträge von Matz finden

Das mit der Tiefentladung kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Hatte neulich einen Lipo am Dentamag hängen und nach dem Testen vergessen, den DM auszuschalten. Der braucht zwar nur einen minimalen Strom aber nach ein paar Tagen war der Lipo dann doch komplett leer. Dieser hat sich dann auch etwas aufgeblasen (allerdings nicht so extrem wie bei Saqib).

Grüße
Matz
Achim

Moderator


Moderator

Achim

Registriert seit: Aug 2000

Wohnort: Deutschland 91088 Bubenreuth

Verein: Solaris & RMV

Beiträge: 3029

Status: Offline

Beitrag 7168946 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 21:26]

[Melden] Profil von Achim anzeigen    Achim eine private Nachricht schicken   Besuche Achim's Homepage    Mehr Beiträge von Achim finden

...ein Lipo am DentaMag...tssss roll eyes (sarcastic)

Geändert von Achim am 28. Februar 2010 um 21:27


Der größte Feind des Erfolges ist die Perfektion
tomcat

Epoxy-Meister

tomcat

Registriert seit: Dez 2002

Wohnort: Seeheim-Jugenheim

Verein: SOLARIS-RMB

Beiträge: 269

Status: Offline

Beitrag 7168949 [Alter Beitrag28. Februar 2010 um 21:35]

[Melden] Profil von tomcat anzeigen    tomcat eine private Nachricht schicken   Besuche tomcat's Homepage    Mehr Beiträge von tomcat finden

Hallo,

das Modell wird auch bei Graupner vertrieben. Eines ist absolut klar bei der Impellerfliegerei: es wird sehr viel Strom verbraten in kürzester Zeit. Deshalb kann ich über die Ladegeschichtchen hier nur schmunzeln!

Ein Lipo mit 1300 mAh und 20C ist für den 65 mm Impeller absolut unterdimensioniert. Dieser Lipo ist theoretisch nur bis max 26 A belastbar. Die sind aber schnell erreicht. Im Graupner Angebot liegt ein 2000 mAh Akku der theoretisch bis 40 A belastet werden kann. Das passt schon eher.

Ein Lipo mit 20C kann mit 20C Dauerbelastung höchstens 3,5 min Flugzeit geben. Wird der Akku sehr heiß, d.h. ab 60°C ist es schnell vorbei.

Zum richtigen Dimensionieren des Akkus empfehle ich, einen statischen Test zu machen, d.h. das Modell sichern und den Stromfluß bei Vollgas messen. Den Akku dann so wählen, dass er nicht bis zur theoretisch maximalen Belastung ausgereizt wird.

Grüße,
Thomas
Seiten (2): « 1 [2]
[Zurück zum Anfang]
Du kannst keine neue Antwort schreiben