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Wie sollen die Daten gespeichert werden?
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Peter

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Peter

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Beitrag 105658 [Alter Beitrag06. Oktober 2006 um 18:48]

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Ein spannendes Thema! Ja, ich finde den Gedanken auch sehr verlockend, daß wir uns auf irgendeinen "Standard" einigen könnten. Auslöser für diesen Thread war ja u.a. die Beobachtung, daß immer mehr Leute Prüfstände bauen möchten. Da wäre es eben schade, wenn viel Kreativität mit Nebensächlichkeiten vertan würde, weil jeder alle Räder neu erfindet.

Für die Plantschies wär zumindest die Dateiendung klar: *.H2O smile

Zum Thema "Komma" eine provokante Frage: Wieso tritt da überhaupt ein Komma auf? Wenn euer Kraftzsensor ein elektrisches Signal abgibt, das ihr über einen AD-Wandler in den Rechner holt, dann kann das nur Ganzzahlen ergeben. Bei einem 10-Bit Wandler sind das die Ganzzahlen 0-1023, bei einem 16-Bit Wandler die Ganzzahlen 0-65535.

Diese Rohdaten müssen dann freilich umgerechnet werden, was zu beliebig vielen Nachkommastellen führt. Aber das ist nicht das Problem des Datensatzes. Dort speichern wir (damit meine ich Winfried und mich) die ganzzahligen "Rohdaten".

Also vermute ich, daß da irgendeine Software dazwischengeschaltet ist, vermutlich so ein "ich-lese-eure-AD-Wandlerkarte-und-male-zu-allen-Zahlen-die-Kurve"-Tool, das z.B. mit der AD-Wandlerkarte zusammen geliefert wird?

Geändert von Peter am 06. Oktober 2006 um 18:49

hybrid

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hybrid

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Beitrag 105661 [Alter Beitrag06. Oktober 2006 um 19:16]

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Und die Zeit erfasst Du auch nicht, sondern weißt, daß Deine Abtastung alle z.B 1/1000s läuft?!

So ein Datenformat wirst Du aber nicht publizieren wollen, weil damit nur schwer etwas anzufangen ist, bzw jeder, der die Daten verwenden will, sie zuvor in "Echtdaten" verwandeln muss...

Nach einer einmaligen Konvertierung in napf (New and Propietary Format) sind die Daten normiert dann kann man damit etwas anfangen. Sei es in excel oder mit eigenen Programmen...


Grüße
Malte

PS: Ich warte noch bis einer kommt und "XML" sagt ruhe

Geändert von hybrid am 06. Oktober 2006 um 19:21

Peter

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Peter

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Beitrag 105664 [Alter Beitrag06. Oktober 2006 um 20:00]

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Zitat:
Original geschrieben von hybrid
Und die Zeit erfasst Du auch nicht, sondern weißt, daß Deine Abtastung alle z.B 1/1000s läuft?!

Selbstverständlich. Mikroprozessoren arbeiten mit hoher Genauigkeit. Wenn Deine Schaltung in der einen Sekunde 1000 Werte aufzeichnen würde und in der nächsten Sekunde 1300 Werte, dann stimmt was fundamental nicht. Dann könnte man sich ja auf nichts verlassen, wohl auch nicht auf den Schubwert. Da hilft dann keine Zeitmarke, denn vielleicht ist die ja auch nur geschummelt?
Positiv betrachtet: ja, es funktioniert in der Praxis ausgezeichnet. Wir (W&P) machen seit Jahren nichts anderes.
Zitat:
Original geschrieben von hybrid
So ein Datenformat wirst Du aber nicht publizieren wollen

Doch, das ist ja einer der Kerngedanken dieses Threads. Ich bin nicht der Meinung, daß ein gutes Datensatzformat "menschenlesbar" sein muß. Denn was habe ich davon, wenn ich mir für eine Sekunde Schubkurve 37.000 Zahlen laut vorlese?

Was aber jeder braucht ist eine geeignete Software, die den Datensatz nimmt und folgendes damit macht:

a) Eine korrekte Kurve zeichnen,
b) Die Leistungsdaten raketengerecht auswerten, also z.B. den Gesamtimpuls oder die Ausströmgeschwindigkeit "einfach so" liefern

Geändert von Peter am 06. Oktober 2006 um 20:10

hybrid

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hybrid

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Beitrag 105667 [Alter Beitrag06. Oktober 2006 um 20:12]

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Dazu muß dann aber die Abtastrate und ein Normierungsfaktor für die Kraft in das Datenformat.

M.E. sind Abtastraten im kHz-Bereich eigentlich überflüssig. Selbst bei meinem leichten MH-Prüfstand liegt die Eigenfrequenz bei 400Hz. d.h. man misst ordentlich Störungen, die man am Schluß mit einem Tiefpaß mathematisch beseitigen musst...

Berechnung des Gesamtimpulses ist ja einfach (argh in meinem demoprog habe ich es vergeigt), aber wie komme ich auf die Ausströmgeschwindigkeit?!

Grüße
Malte




Geändert von hybrid am 06. Oktober 2006 um 20:25

Oliver Arend

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Beitrag 105673 [Alter Beitrag06. Oktober 2006 um 20:43]

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Du teilst den Gesamtimpuls durch die Treibstoffmasse.

Oliver
Peter

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Beitrag 105674 [Alter Beitrag06. Oktober 2006 um 20:50]

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Zitat:
Original geschrieben von hybrid

Dazu muß dann aber die Abtastrate und ein Normierungsfaktor für die Kraft in das Datenformat.

Völlig richtig. Je nach Bedarf verwende ich entweder eine "Eichtabelle" (wenn den Sensor nicht linear arbeitet) oder den "Kalibrierfaktor" (wenn der Sensor hinreichend linear mißt).

Aber diese Dinge mußt Du so oder so mit Deinem Datensatz zusammen speichern, direkt (als Parameter) oder indirekt (weil Du keine Rohdaten, sondern umgerechnete Schubwerte speicherst).

Zu der Messrate: Das soll jeder halten wie er will bzw. wie er kann. Wenn die eigene Schaltung verrauscht ist, dann muß man halt einen Gang herunterschalten. Ich verweise allerdings auf die Schubkurven ganz zu Beginn dieses Threads. Wenn die verrauscht sind, dann leide ich unter schweren Sehstörungen. Aufgenommen wurden sie mit 37.000 Messungen pro Sekunde. Es geht also.
hybrid

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Beitrag 105675 [Alter Beitrag06. Oktober 2006 um 21:54]

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Klar kannst Du mit 40kHz sampeln, ich bezweifle aber, ob Dir das was nützt. (Ich sample ja auch mit 1-4)

Du hast bei dem herangezoomten Anstieg eine Auflösung von 5kHz und was ich sehe sind zwei Anstiege, die mit 1kHz noch gut aufgelöst wären. Dazwischen ist (beneidenswert wenig) Rauschen, von dem ich nicht weiß, ob es aus der Elektronik oder vom Grain kommt...

Wie sehen die ungemittelten Rohdaten bei 34kHz aus? Wie ist die Masse / Eigenfrequenz / Sprungantwort des Sensors mit angekoppeltem Motor?


@Oliver: wink GRR!

Schönes Beispiel übrigens für die erweiterbaren Metadaten: Wenn die Treibstoffmasse angegeben ist, kann auch gleich die mittlere Ausstömgeschwindigkeit berechnet werden!

Grüße
Malte



Geändert von hybrid am 06. Oktober 2006 um 21:56

Peter

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Beitrag 105680 [Alter Beitrag06. Oktober 2006 um 22:29]

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Zitat:
Original geschrieben von hybrid

Klar kannst Du mit 40kHz sampeln, ich bezweifle aber, ob Dir das was nützt.

Mal angenommen, der Motor platzt...

Ansonsten gilt weiterhin: Jeder wie er mag.

Mal eine ganz andere Frage: Wer möchte seine Auswertungssoftware unbedingt selbst schreiben, weil er das so geil findet, und wer würde sich zu diesem Zweck ein Tool aus den Internet herunterladen, wenn es da was geeignetes gäbe?
Tom

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Beitrag 105681 [Alter Beitrag07. Oktober 2006 um 07:33]

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Zitat:
Original geschrieben von Peter
Mal eine ganz andere Frage: Wer möchte seine Auswertungssoftware unbedingt selbst schreiben, weil er das so geil findet, und wer würde sich zu diesem Zweck ein Tool aus den Internet herunterladen, wenn es da was geeignetes gäbe?




Nunja....

ich bastle seit geraumer Zeit auch an einem kleinen Prüfstand. Da ich fertige Bausteine verwenden möchte (allein der Messverstärker soll ja nicht so sehr rauschen und temperaturdriften) muss ich mich an deren Standards halten. So werde ich auch irgendweine gekaufte Kurvenschreibersoftware einsetzen, deren Datensatzformat ich nicht beeinflussen kann.

Wenn ich jetzt noch eine Software hätte, welche mir aus "meinen" Kurvenmessdaten alles rausrechnet, dann würde ich schon fast einen Gebetsteppich in die Richtung des Programmierers drehen.Bin ja schliesslich kein Programmierer...

Ganz ehrlich, mich interessieren die Kurven von wrasp,spacecad,thrustcurve nur am Rande, sozusagen als erster Anlauf um mal drüberzuschauen. Viel spannender finde ich es die Antriebe selber vermessen zu können.

Also, wenn es eine solche Software als Download gibt, dann her damit !!!


Gruß
Tom

Geändert von Tom am 07. Oktober 2006 um 07:34

hybrid

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Beitrag 105684 [Alter Beitrag07. Oktober 2006 um 16:06]

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Wie sehen denn "Deine" Kurvenmeßdaten aus? Ist das Format beschrieben? Wenn ja, dann kann man es mit relativ wenig Aufwand umwandeln.

Grüße
Malte

PS: Programmieren ist einfacher als Basteln wink
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