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DeltaElite

Anzündhilfe

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Beitrag 7634599 , Kapazitätssteigerung [Alter Beitrag14. April 2015 um 17:39]

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Ja, angedacht war die ELKOs parallel zu schalten. Insgesamt addieren sich die beiden Kapazitäten, dass ist klar.

Die Frage ist, ob es für die "schnelle Strompitze" für den Zündimpuls nicht sinnvoll wäre einen kleinen und einen großen ELKO parallel zu schalten.

Mein Vermutung dahinter ist, dass sich ein kleiner Elko schneller entlädt als ein großer. Meine Theorie: indem ich beide mit 9V parallel lade, bekomme ich bei der Zündung dadurch zunächst eine steile Flanke und dann "schießt" der große Elko mit Verzögerung hinterher und kann dadurch einen zuverlässigen Zündimpuls setzen.

Da mir die meßtechnischen Möglichkeiten fehlen auszumessen ob das auch wirklich so ist habe ich meine Frage hierher gestellt. Vielleicht ist es aber auch gar nicht notwendig.

Gibt es Vorschläge zur Größe des Elkos? Bis wohin macht es Sinn, bzw. was wäre eine Minimalkapazität?
Reinhard

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Reinhard

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Beitrag 7634601 [Alter Beitrag14. April 2015 um 18:47]

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Hi,

grundsätzlich kann man natürlich durch die Wahl der Kondensatoren die Geschwindigkeit beeinflussen. Dazu kann man auch gleich noch die Spannung deutlich erhöhen und mit koaxialen Kabeln arbeiten. Solche Technologien wurden für die Zündung von Atomwaffen vom Implosionstyp entwickelt (Stichwort: Exploding Bridgewire Detonator). Unsereiner merkt Variationen der Zündgeschwindigkeit im Submikrosekundenbereich nicht. wink
Im Ernst, selbst die langsamsten Kondensatoren sind viel zu schnell als ob das für uns wahrnehmbar wäre. Da gibt es andere Prozesse beim Start des Motors die deutlich langsamer sind.

Was die Größe betrifft, das hängt stark von den Zündern ab. Einen Brückenzünder Typ A (z.B. SN0) kannst du mit 470µF @5V zünden. Andere Zünder brauchen da deutlich mehr. Nimmt man an, dass ein langsamer Zünder mit 1Ohm Widerstand bei 12V 100ms braucht, so entspricht das einer Energie von 14,4J. Bei 12V Kondensatorspannung braucht man dazu eine Kapazität von 200mF.
Die 100ms sind leider ziemlich aus der Luft gegriffen. Ich habe keine Daten dazu.

Gruß
Reinhard


Die Macht des Wassers ist so gewaltig, daß selbst der stärkste Mann es nicht halten kann.
aus einem Kinderaufsatz
Andreas B.

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Andreas B.

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Beitrag 7634604 [Alter Beitrag14. April 2015 um 20:36]

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Zitat:
Original geschrieben von Achim

Es waren weit über 400 Elkos, günstig bei ebay ersteigert.
Es war gedacht für einen 20er Cluster mit Held 5000 und Titanzündern....
Achim




@ Achim, dein Zündgerät hat mich damals schon sehr fasziniert, schade das es nie zum Einsatz gekommen ist!
Ich stelle mir nur gerade vor, du wolltest "nur" 20 Motoren Zünden, wie groß hätte es sein müssen, wenn ich die 89
Motoren in meiner Medusa-2 hätte auch nach dem Prinzip zünden wollen......eek! fg

Andreas



Geändert von Andreas B. am 14. April 2015 um 20:38


Nicht quatschen, machen ;-)!

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DeltaElite

Anzündhilfe

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Beitrag 7634609 [Alter Beitrag14. April 2015 um 22:11]

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Zitat:
Original geschrieben von Reinhard
... und mit koaxialen Kabeln arbeiten. Solche Technologien wurden für die Zündung von Atomwaffen vom Implosionstyp entwickelt (Stichwort: Exploding Bridgewire Detonator).




Hallo Reinhard,

ich hatte es ja schon befürchtet: 2 Elkos mit unterschiedlicher "Zündfolge" wären erhangen, erschlagen und erwürgt.

Aber trotzdem sehr interessant. Was genau ist der Grund für die Verwendung von Koax-Leitungen gewesen? Ändert sich da irgendetwas substantielles...weil Koax-Kabel habe ich meterlang rumliegen.

Gibt es irgendwelche Literatur zu Zündern?
Achim

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Achim

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Beitrag 7634624 [Alter Beitrag15. April 2015 um 12:02]

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@ Andreas, das Teil war schon extrem beeindruckend. Ich hätte ja fast auch Probleme getippt wegen des Hitzestaus bei den inneren Motoren. hast du noch ein Startfoto?

@ DeltaElite: Als Tipp - mach es nicht zu kompliziert. Ein Zündgerät wird auch mal vollgeregnet während du deine Rakete suchst. Aufwändige Elektronik braucht es nicht. Vor dem Start ist man extrem angespannt. Einfachste Bedienung ist von Vorteil.
Welche Vorteile ein Koaxkabel bringen soll ist mir jetzt grade noch schleierhaft - zumal die Dinger grausam unflexibel sind.
Ich würde die kapazität des Elkos für die angedachten Zünder experimentell bestimmen. Wenn du lange Zündkabel plansst, lönnte es sinnvoll sein, mit höherer Spannung und geringerer Kapazität zu arbeiten. Die Spannung geht im Quadrat in die Leistung ein.
Ausser einem etwas höheren Stromverbrauch hat ein größerer Elko keine Nachteile. Seine Ladung wird halt nicht ganz verbraucht und geht durch Leckströme verloren.
Und denke dran, dass ein Elko für einen Ladewiderstand dankbar ist.

Gruß,
Achim



Der größte Feind des Erfolges ist die Perfektion
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