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WARAausKIEL

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Beitrag 7634602 , Dauer des Bremseffekts nach Wasserausstoß (Brennschluss)? [Alter Beitrag14. April 2015 um 20:08]

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Hallo zusammen,
ich frage mich gerade, wie lange der Bremseffekt nach dem Wasserausstoß andauert.
Ist das nur ein kurzer Impuls?
Hintergrund, ich denke über das Bergungssystem nach, bei dem die Spitze im Gipfelpunkt einfach abfällt. Damit das nicht durch den Bremseffekt passiert, könnte man die Spitze ja während der Startphase noch kurzzeitig mechanisch sichern.
Was denkt Ihr?
Grüße
Marcel

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MarkusJ

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Beitrag 7634603 [Alter Beitrag14. April 2015 um 20:23]

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Zitat:
Original geschrieben von WARAausKIEL
ich frage mich gerade, wie lange der Bremseffekt nach dem Wasserausstoß andauert.


Bremseffekt nach Wasserausstoß? Es gibt mit der Luftphase einen kurzen zusätzlichen Schubimpuls, gebremst wird da nicht.

Zitat:
Original geschrieben von WARAausKIEL
Hintergrund, ich denke über das Bergungssystem nach, bei dem die Spitze im Gipfelpunkt einfach abfällt. Damit das nicht durch den Bremseffekt passiert, könnte man die Spitze ja während der Startphase noch kurzzeitig mechanisch sichern.


Das Funktioniert nicht. Nach Ende der Schubphase(n) wird die Rakete durch den Luftwiederstand und die Erdanziehungskraft abgebremst, das eignet sich aber nicht für eine zuverlässige Bergung. (Do's and Don'ts im Wasserraketenbau und Bergung und sonstige Systeme: Alles wichtige Wissen für den Wasserraketeuer - Bergungsmethoden: Aufs Gewicht kommts an!)

mfG
Markus

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Beitrag 7634607 [Alter Beitrag14. April 2015 um 21:53]

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Hallo Markus,
danke für die schnelle Antwort.
Ich habe mir gerade mal den Link durchgelesen.
Hm ..., ich meine, ich hätte schon öfters gelesen, dass nach Brennschluss ein Bremseffekt einsetzt. Habe ich mich wohl geirrt. Oder es war immer nach Ende der Schubphase gemeint.
Das es nach Ende des Wasserausstoßes noch einen weiteren Schub durch die noch verbleibende Luft gibt, berücksichtige ich sogar bei der Berechnung in meiner App.
.... hätte ich auch dran denken können.
Es gibt doch einfache Raketen zu kaufen, bei denen die Spitze im Gipfelpunkt durch Neigen abfällt. Ist das wirklich so unzuverlässig?
Marcel

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MarkusJ

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Beitrag 7634610 [Alter Beitrag14. April 2015 um 23:00]

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Hallo Marcel,

Zitat:
Original geschrieben von WARAausKIEL
Es gibt doch einfache Raketen zu kaufen, bei denen die Spitze im Gipfelpunkt durch Neigen abfällt. Ist das wirklich so unzuverlässig?



Ja. Nach Brennschluss bewegt sich die Rakete auf einer ballistischen Flugbahn und befindet sich damit, den Luftwiederstand vernachlässigend, (annähernd) in einem Zustand der Schwerelosigkeit. Insbesondere im Bereich des Gipfelpunkts ist der Luftwiederstand recht gering. Auf alle Teile der Rakete wirken die gleichen Kräfte, wie soll da die Spitze zuverlässig abfallen, wo doch die ganze Rakete fällt?

Praktisch sieh die ganze Sache so aus: Abfallen kann aufgrund des Drehmoments/der Trägheit funktionieren, wenn die Rakete am Gipfelpunkt quasi kippt. Wenn die Sache doof läuft, fällt die Spitze aber auch schon unterwegs ab. Und fliegt die Rakete einen Bogen, hast du ziemlich sicher verloren. Gleiches gilt auch für strömungsbasierte Ansätze (Luftklappe).

mfG
Markus

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AchimO

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Beitrag 7634611 [Alter Beitrag14. April 2015 um 23:30]

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Marcel,

Ich habe so etwas schon mal mit einer einfachen 1-Liter-Rakete probiert. Es hat nur zum Teil geklappt.

Das Problem ist, die Spitze zuverlässig im Gipfel vom Rumpf zu trennen. Es ginge, wenn die Spitze dann schneller fällt als der Rumpf, aber das ist schwierig (Aerodynamik). Auch muss sich das Fallschirmpaket nach Abfall der Spitze vom Rumpf zuverlässig trennen. Außerdem muss man vermeiden, dass sich die Spitze durch die Beschleunigung auf den Rumpf drückt und mit ihm verklemmt.

Meine Konstruktion war so, dass ich auf die Oberseite der Flasche einen ca. 2,5 cm breiten Ring aus PET geklebt habe, der vom Durchmesser kleiner als der Flaschendurchmesser war und in den lose das Fallschirmpaket kam. Die Spitze saß dann ganz lose auf dem Ring, so dass sie sich nicht auf die Flasche drücken konnte.

Gruß Achim


Schneiden, schleifen, schrumpfen, kleben: das ist Wara-Bauers Leben,
Danach schleifen, laminieren: So kann dem Drucktank nichts passieren!

Oder wie die Lateiner sagen: laminare necesse est!
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Beitrag 7634613 [Alter Beitrag15. April 2015 um 06:23]

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Hallo Achim,
genau so wie Du das gemacht hattest, habe ich mir das auch gedacht. Den Ring würde ich aber noch flacher machen. Vielleicht 1 cm.
Aber wenn das dann auch nicht zuverlässig geht, oder die Rakete, wie Markus sagt, mal einen Bogen fliegt, dann verwerfe ich den Gedanken wohl wieder.
Marcel

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AchimO

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Beitrag 7634616 [Alter Beitrag15. April 2015 um 10:42]

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Meines Erachtens wird man es nur zuverlässig hinbekommen, wenn die Spitze - am besten auch mit dem Fallschirm - durch eine Federkraft vom Rumpf weggedrückt wird, die Spitze beim Start aber noch am Rumpf arretiert ist, und die Arretierung durch einen Trigger aufgehoben wird, wenn die Rakete ausreichend Geschwindigkeit aufgenommen hat. Natürlich wären für
- Dosierung der Federkraft
- und den Zeitpunkt zur Auslösung des Triggers
einige Tests durchzuführen.

Habe ich natürlich noch nicht ausprobiert, ist nur eine Idee.

Gruß Achim

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Oliver Arend

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Oliver Arend

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Beitrag 7634618 [Alter Beitrag15. April 2015 um 10:59]

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... und spätestens da bist Du wieder beim Tomy Timer.

Oliver
MarkusJ

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Beitrag 7634620 [Alter Beitrag15. April 2015 um 11:09]

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Zitat:
Original geschrieben von AchimO
Meines Erachtens wird man es nur zuverlässig hinbekommen, wenn die Spitze - am besten auch mit dem Fallschirm - durch eine Federkraft vom Rumpf weggedrückt wird, die Spitze beim Start aber noch am Rumpf arretiert ist, und die Arretierung durch einen Trigger aufgehoben wird, wenn die Rakete ausreichend Geschwindigkeit aufgenommen hat.



Wird man nicht. Fliegt die Rakete einen Bogen und unterschreitet dabei nicht die Minimalgeschwindigkeit zur Auslösung der Feder kannst du deine Rakete danach von der Wiese kratzen. Und machst du die Feder zu stark zerlegt es dir vielleicht die Rakete weil sie noch zu schnell ist wenn der Fallschirm ausgelöst wird.

Nochmal zum Mitschreiben: Bergungssysteme auf der Basis von Schwerkraft oder Luftwiederstand können nicht zuverlässig funktionieren.

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Markus

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Beitrag 7634621 [Alter Beitrag15. April 2015 um 11:37]

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..... wieso habe ich dieses alte leidige Thema nur wieder ausgegraben. Asche auf mein Haupt.

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