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AchimO

Wasserratte

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Beitrag 7640511 [Alter Beitrag21. Juni 2017 um 10:37]

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Hallo,

ich stand vor dem Problem, dass ich eigentlich gerne einen sogenannten "Screw Switch" gebrauchen könnte, um von außen meine Elektronik einzuschalten. Natürlich weiß ich, dass ich dafür den Magnetschalter von Louis nehmen könnte. Und man kann so etwas ja auch aus USA beziehen:

- von Aerocon (teuer!)
- oder Missile Works
- bzw. Featherweight

Es gibt auch Leute, die das selbst gebaut haben: Home made screw switch

Letzteres schien mir aber doch recht aufwendig. Und eine Bestellung aus USA benötigt ja meist >= drei Wochen mit Fahrt zum Zollamt usw. Geht natürlich, und man hat dann ja auch gleich einen Vorrat. Aber so lange will man ja manchmal nicht warten.

Da fanden sich in meinen Bauteilkästen noch solche Mikroschalter, die zwar mal angeschafft, aber noch nie genutzt wurden. Ich habe dann die Feder entfernt und aus Aluminium mit Säge und Feile einen Bügel hergestellt, in den Befestigungslöcher und ein M3-Gewinde gebohrt wurde. Fertig! Und was die Kontakte betrifft, scheint mir das professioneller, als wenn ich da mit doppelseitigem Layout usw. anfangen würde.



Ich würde aber nicht den vollen Zündstrom über die Kontakte des Mikroschalters jagen (halten die vermutlich nicht aus), sondern die Spannung wird noch über einen MOSFET geschaltet.

Was haltet ihr davon? Vielleicht hat jemand noch eine andere Idee?

Gruß Achim

Geändert von AchimO am 21. Juni 2017 um 10:41


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Beitrag 7640513 [Alter Beitrag21. Juni 2017 um 10:46]

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Es gibt auch Mikroschalter die Ströme schalten können, diese kleinen schaffen nicht viel.
Aber mit Mosfet dahinter könnte es gehen, musst du nur aufpassen, dass der bei der Akkuspannung auch ganz durchschaltet, manch einer braucht da 12V, manche Logic-Level-Fets schalten schon bei 2V voll durch.

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Wasserratte

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Beitrag 7640514 [Alter Beitrag21. Juni 2017 um 14:33]

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Louis,

danke für den Hinweis! Ich will den IRF520N nehmen und einen 3S Lipo einsetzen. Für den IRF520N ist als Gate Threshold Voltage min. 2 V, max. 4 V angegeben. Ich denke daher, dass der bei den 11.1 V voll durchschalten wird.

Dazu noch eine Frage: Ich habe gesehen, dass Du auf dem Simply-Board einen 2.2-Ohm-Widerstand hast. Daher vermute ich, dass Du bei Auslösung des Zünders eine Strombegrenzung vornimmst, ich also in dieser Hinsicht nichts tun muss. Ist diese Annahme richtig (laut Datenblatt Continuous Drain Current je nach Temperatur 9.7 A bzw. 6.8 A, Pulsed Drain Current 38 A)?

Noch eine: In der Beschreibung zum Simply sind 2S-Lipos empfohlen. Würde er den 3S-Lipo übelnehmen?

Gruß Achim

Geändert von AchimO am 21. Juni 2017 um 14:39


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Beitrag 7640520 [Alter Beitrag22. Juni 2017 um 11:29]

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Hallo Achim,

beim Altimax Simply und G3 wird der Zündstrom durch den Widerstand begrenzt.
Mit einem 3S-Lipo könnte man den überlasten, der liefert im Bedarfsfall auch schnell mal 40A Strom und brennt alles durch was da ist. Ich würde eher auf 2S gehen, das belastet die Spannungswandler auch nicht so stark.

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Reinhard

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Beitrag 7640523 [Alter Beitrag22. Juni 2017 um 15:25]

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Hi,

die Ratings der Schalter werden vor allem durch den Lichtbogen beim Abschalten bestimmt. Wenn man die nicht unter Last (insbesondere induktive Lasten) abschaltet, halten die deutlich mehr aus als im Datenblatt steht. Die sind auch auf viel höhere Schaltzyklen ausgelegt, als man als Raketenbauer realistisch schafft.

Beim SpaceTeam verwenden wir kleinere Schalter (Omron D2F-A bzw. -A1). Die halten offiziell auch "nur" 2A bei DC aus, haben aber bis jetzt gut funktioniert. Ich hätte wenig Bedenken die kurzfristig deutlich jenseits der 10A zu betreiben.
FETs sind in der Hinsicht vergleichbar empfindlich gegen Überlast, aber dafür bekommt man die ja heutzutage mit sehr hohen Nennströmen.

Gruß
Reinhard

Die Macht des Wassers ist so gewaltig, daß selbst der stärkste Mann es nicht halten kann.
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AchimO

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Beitrag 7640529 [Alter Beitrag23. Juni 2017 um 10:27]

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Danke! Eure Hinweise haben mir weitergeholfen.

Gruß Achim

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Beitrag 7640769 [Alter Beitrag31. Juli 2017 um 19:16]

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Ich hatte noch eine andere Idee. Ich habe einfach eine Lochrasterplatte genommen und ein entsprechendes Stück ausgesägt. Dann zwei Befestigungslöcher (3 mm Durchmesser) gebohrt und zwischen diesen ein Loch gebohrt und 3 mm Gewinde geschnitten:



Zwei Kabel so angelötet, dass die Schraube beim Eindrehen die Lötpunkte zuverlässig kontaktiert. Fertig! Was haltet Ihr davon?



In eine Prüfungsrakete sollte ich das aber vielleicht nicht einbauen ...??

Gruß Achim

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Oliver Arend

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Beitrag 7640770 [Alter Beitrag01. August 2017 um 13:09]

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Sieht erstmal gut aus, aber ich kann auf dem Bild nicht genau erkennen ob und wie der Kontakt wirklich zuverlässig und dauerhaft (auch unter Last/Vibration) hergestellt wird.

Oliver
AchimO

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Beitrag 7640771 [Alter Beitrag01. August 2017 um 15:06]

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Die Lötpunkte habe ich so etwa linsenförmig ausgeführt und möglichst gleich hoch. Die Schraube berührt aber nur einen Teil des Lötpunkts und drückt diesen (plastisch) etwas ein. Erschütterungen müsste das aushalten, könnte man aber auch noch testen, ich weiß nur noch nicht wie; müsste man wohl mit einer Elektronik testen, die eine Unterbrechung feststellen kann.

Eine größere Schraube könnte natürlich noch besser sein.

Gruß Achim

Geändert von AchimO am 01. August 2017 um 15:07


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Beitrag 7640773 [Alter Beitrag01. August 2017 um 16:59]

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Eben eine Selbsthalteschaltung löten und dann beim Schleudern auf die Waschmaschine legen.wink
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