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NewWaterRockets

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Beitrag 7646511 , Verstärkung mittels Klebeband [Alter Beitrag15. April 2020 um 19:21]

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Hallo alle miteinander,

Ich habe mich jetzt mal mit den Regeln eines WaRa-Rekords auseinandergesetzt. Mir ist beim Punkt der Klasseneinteilung nach Verstärkung ein kleines Problem aufgefallen, denn ich habe mal aus reinem Interesse einen Test durchgeführt, um die drucksteigernden Fähigkeiten von Panzertape genauer zu deuten. Dies habe ich mittels des Kompressors meines Onkels durchgeführt. Ich nahm zwei Apollinaris-Flaschen, umwickelte die eine mit 1 Umwicklung mit perforiertem Panzertape (ist fast jedes big grin) und bastelte für beide eine komplett druckresistente Einspeisung. Dann ging es los.

1.: Die nichtumwickelte Flasche explodierte bei exakt 13,5b.

2.: Die umwickelte Flasche explodierte bei exakt 13,5b.

Also ist hiermit klar, dass Panzertape (zumindest perforiertes) keinerlei Druckerhöhung ermöglicht. Aber eine Sache viel mir sehr positiv auf. Die 1. Flasche zerflog in unzählig viele Stücke (konnte nicht alle zählen, da ich sie nicht alle fand, aber mehr als 100. Die 2. Flasche hingegen zerlegte sich in 6 Flaschenhalsteile, 1 Zylindersegment (aufgeklappt) und das Bodensegment. Darum denke ich, man könne bei den Regeln dazuschreiben, dass "PERFORIERTES PANZERTAPE" als Sicherungsmaßnahme gestattet ist. Wenn ihr andere Meinungen dazu habt, könnt ihr mich gerne eines besseren belehren. smile

Liebe Grüße, Felix.






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RalfB

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RalfB

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Beitrag 7646516 [Alter Beitrag16. April 2020 um 13:44]

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Hallo Felix,

das Klebeband wirkt anscheinend so wie die Folie in Integralglas Scheiben.
Wenn es die Sicherheit erhöht und kein Gewichtsproblem gibt, sollt man das zur Sicherheit einsetzen. Du kannst das ja auch als Option für besondere Experimente nutzen um die Sicherheit zu erhöhen (Model für Vorführungen mit Zuschauern....).

Gruß Ralf
NewWaterRockets

Wasserraketenbauer

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Beitrag 7646517 [Alter Beitrag16. April 2020 um 14:30]

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Hallo Ralf,

Ja, das wirkt wie die Folie in den Integralglasscheiben. Übrigens, ich setze diese Methode schon erfolgreich ein. Zum Gewicht. Bei einer 1l Apollinaris-Flasche macht es gerade mal 10g aus und diese kann man ohne Proleme und Höhenverluste mit der entsprechenden Wassermenge wieder ausgleichen.

Liebe Grüße, Felix.

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RalfB

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RalfB

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Beitrag 7646518 [Alter Beitrag16. April 2020 um 14:36]

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Das klingt doch gut.
Ich kenn mich mit Wasserraketen nicht mehr/gar nicht aus.
Als ich in das Hobby eingestiegen bin, habe ich auch Wasserraketen gebaut, ist aber schon lange her. Das war damals auch interessant, da es keine Treibsätze zu kaufen gab.
Es bleibt aber trotzdem eine interessante Sparte. Das Material ist günstig und man kann eine Menge aus tüfteln und selber entwickeln.

Gruß Ralf
NewWaterRockets

Wasserraketenbauer

NewWaterRockets

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Beitrag 7646536 [Alter Beitrag16. April 2020 um 22:59]

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Hallo Ralf,

Ja, da kann ich dir nur Recht geben. WaRas sind ein geniales Hobby. Aber auch eure Raketen sind einfach faszinierend. Tolles Hobby allgemein, obwohl sie genau gegenteilig sind (Wasser vs. Feuer smile ).

Viele liebe Grüße, Felix.

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WARAausKIEL

Wasserratte

WARAausKIEL

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Beitrag 7647196 [Alter Beitrag09. Juni 2020 um 13:44]

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Hallo Felix,

da man Panzertape einfach durchreißen kann, ist es zur Verstärkung sicherlich ungeeignet.
Der Sicherheitsgedanke ist natürlich nicht verkehrt.
Wobei in Sachen Sicherheit an erster Stelle ein entsprechend gebauter Drucktank, ein Ventil zur Notentlüftung und ausreichend Abstand zur Rakete steht.
Selbst wenn Dein Test mit dem Klebeband Vorteile gezeigt hat, so würde ich mich bei einer explodierenden Rakete nicht auf Panzertape verlassen. Die Klebeeigenschaft und die Beschaffenheit des Klebebandes verändert sich mit der Zeit (Temperaturen, Sonneneinstrahlung, ...).

Du schreibst:
... Bei einer 1l Apollinaris-Flasche macht es gerade mal 10g aus und diese kann man ohne Proleme und Höhenverluste mit der entsprechenden Wassermenge wieder ausgleichen...

Bei größeren Raketen wird sich das Gewicht mit dem Klebeband schnell erhöhen. Wenn man die maximale Höhe erreichen will, dann zählt tatsächlich jedes Gramm. Es gibt mehrere Parameter, die die max. Höhe stark beeinflussen. Dazu gehört das Gewicht, der Druck, Düsendurchmesser, ... und passend dazu die optimale Wassermenge.
So kannst Du mehr Gewicht nicht einfach durch mehr Wasser korrigieren.
Am Besten einfach einmal mit einem Wasserraketensimulator durchspielen.

z. B. hier: http://www.wasser-raketen.de/App_002.html

Grüße
Marcel


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NewWaterRockets

Wasserraketenbauer

NewWaterRockets

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Beitrag 7647197 [Alter Beitrag09. Juni 2020 um 13:52]

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Hi Marcel,

Ich denke selbst auch, das diese "Verstärkung" nur bei kleinen Raketen Sinn macht und vorallem als zusätzliches Sicherheitsystem angesehen werden sollte. Was Entlüftungsventile und Co angeht hab ich alles. Außerdem sehe ich diese Art der Sicherung auch wirklich nur für ansonsten unverstärkte Raketen vor, die keine GFK oder CFK-Verstärkung besitzen. Es ist also vorallem für Anfänger ohne Erfahrung geeignet. Oder wenn man viel Geld sparen möchte.

Gruß,

Felix.

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AchimO

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Beitrag 7647199 [Alter Beitrag09. Juni 2020 um 14:07]

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Hallo Felix,

zur Explosion eines Drucktanks sollte es möglichst gar nicht kommen. Deshalb wird ja auch immer erst ein Drucktest gemacht mit mindestens 1 bar höherem Druck als beim darauffolgenden Flug. Und der Drucktest wird ja auch allgemein mit Einhaltung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen gemacht
- Tank und möglichst auch Schlauch mit Wasser füllen
- Tank in Teppich einwickeln
- Tank vor eine Wand legen
- Abstand!

Ich habe einmal einen Platzer (nicht Explosion) bei 7 bar auf der Rampe erlebt und möchte das nicht mehr haben. Die Rampe war hinterher auch Schrott.

Gruß Achim

Schneiden, schleifen, schrumpfen, kleben: das ist Wara-Bauers Leben,
Danach schleifen, laminieren: So kann dem Drucktank nichts passieren!

Oder wie die Lateiner sagen: laminare necesse est!
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