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gonium

Anzündhilfe

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Beitrag 7647172 , Fallschirm öffnete nicht [Alter Beitrag07. Juni 2020 um 20:56]

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Nabend,

Heute hab ich meine erste Modellrakete gestartet — Modell “Pan” von Klima, mit einem B4-4 Motor. Hat auch alles prima funktioniert, mein innerer Sechsjähriger freut sich immer noch wie Bolle. Leider ist aber der Fallschirm nicht aufgegangen. Der Fallschirm wurde zwar ausgestoßen, hat sich aber nicht entfaltet, zumindest sah es vom Boden aus so aus. Den Fallschirm hatte ich nach der “Carlisle method” gefaltet (Stine, Handbook of Model Rocketry, Seite 185). Ich hatte nicht den Eindruck, das sich da was verknotet hat.

Habt Ihr irgendwelche Tips für mich? Woran kann das Entfalten scheitern?

Danke & Gruß,
-Mathias
morob

Epoxy-Meister

morob

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Beitrag 7647173 [Alter Beitrag07. Juni 2020 um 21:32]

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hallo,

babypuder mal probieren, ansonsten einen stofffallschirm verwenden.

gruß
stephan
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Beitrag 7647174 [Alter Beitrag07. Juni 2020 um 21:35]

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Hi Mathias,
erstmal willkommen hier im Forum. Bei solchen Problemen bist du hier auf jeden Fall richtig. Also ich nutze bei meinen Wasserraketen ebenfalls Fallschirme von Klima und bis jetzt sind sie immer bei allen Testflügen und realen Flügen aufgegangen. Was allerdings auffällig war ist, dass die Fallschirme bei unterschiedlichen Faltmethoden unterschiedlich schnell aufgehen. Eine weitere Sache ist, dass die Fallschirme bei unterschiedlich starkem Wind unterschiedlich schnell aufgehen. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die Fallgeschwindigkeit des Gesamtsystems höher sein muss, als der Wind. Das hängt anscheinend damit zusammen, dass ansonsten der Seitendruck höher ist, als der Aufwärtsdruck auf den Fallschirm. Nach deiner Beschreibung gehe ich davon aus, dass der Fallschirm die Rakete zwar verlies, aber sich dann nicht auffaltete. Dadurch wirkt er dann wie ein Bremsballon und bremst die Rak zusätzlich ab. Ich weiß jetzt nicht, wie du den Fallschirm gefaltet hast, stelle dir aber eine Methode als Bild dazu. Eine andere Möglichkeit, die bei meinen selbstgebauten Fallschirmen aus Bettlaken am besten funktionierte, war die Methode den Fallschirm von der Spitze aus nach unten zu einem Strang zu ziehen und diesen dann immerwieder zu knüllen und zum Schluss die Schnur drum zu wickeln. Du kannst dir auch dieses Video mal anschauen. Wenn bei dir heute der Wind genausostark blies, wie bei uns (5m/s), dann würde ich dir sowieso empfehlen, keinen Start zu wagen, oder wenn ja, ein sehr großes Startfeld aufzusuchen.
Und hier noch die Faltanleitung.


Gruß,
Felix.

Geändert von NewWaterRockets am 07. Juni 2020 um 21:37


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Vorsicht ist besser.
AchimO

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Beitrag 7647176 [Alter Beitrag07. Juni 2020 um 22:54]

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Was auch oft passiert: Fallschirm und Rakete verdrehen sich beim Fallen gegeneinander, sodass die Fallschirmschnüre den Fallschirm wieder zudrehen. Dagegen hilft es, einen Wirbel aus dem Anglerladen an die Fallschirmleine zu setzen. Da hätte er in deinem Fall aber zunächst öffnen müssen.

Gruß Achim

Schneiden, schleifen, schrumpfen, kleben: das ist Wara-Bauers Leben,
Danach schleifen, laminieren: So kann dem Drucktank nichts passieren!

Oder wie die Lateiner sagen: laminare necesse est!
AchimO

Poseidon

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Beitrag 7647177 [Alter Beitrag07. Juni 2020 um 22:58]

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Wie hast du den Fallschim eingepackt? Schutzwatte, Schutzpapier? Hast du darauf geachtet, wie er nach der Landung dalag?

Bei der Methode von Carlisle wird ja das Fallschirmpaket zum Schluss gerollt und die Fallschirmleine darum gewickelt. Wenn du einen B4-4 genutzt hast, könnte es auch sein, dass die Rakete nicht sehr hoch geflogen ist und
1. die Fallgeschwindigkeit zu gering war oder
2. die Zeit zu kurz war,
um ihn zu entfalten.

Gruß Achim

Geändert von AchimO am 07. Juni 2020 um 23:22


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Beitrag 7647179 [Alter Beitrag08. Juni 2020 um 08:18]

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Kleiner Anhang,
bei meiner ersten Wasserrakete waren die Finnen ohne Absicht in einem 5°-Winkel angeklebt. Darum drehte sich die Rakete sehr schnell und da sich dieser Fallschirm erst nach ca. 8 Fallmetern öffnete, hatte die Rakete den Schwung die Fallschirmschnüre aufzuwickeln und somit ein Öffnen zu verhindern. Zum Glück landete die Rakete auf einer Heuschwade.
=> Kein Schaden.

Gruß,

Felix.

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gonium

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Beitrag 7647184 [Alter Beitrag08. Juni 2020 um 11:26]

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Hi,

oh wow, soviel Rückmeldung hab ich nicht erwartet. Vielen Dank das Ihr Euch die Zeit nehmt!

Zu den einzelnen Punkten:

1. Babypuder bzw. Stofffallschirm schaue ich mir an, dann darf meine Nähmaschine auch mal wieder ran. Ist ja simpel genug.

2. Felix schrieb: "Nach deiner Beschreibung gehe ich davon aus, dass der Fallschirm die Rakete zwar verlies, aber sich dann nicht auffaltete. Dadurch wirkt er dann wie ein Bremsballon und bremst die Rak zusätzlich ab." Das sah genauso aus. Das mit den unterschiedlichen Falttechniken kenne ich noch vom Fallschirmspringen -- da legt man normalerweise extra Schleifen in den Fallschirm, damit der langsamer aufgeht. Insofern ist die Wickeltechnik (Carlisle-Methode ähnelt Deinem Bild) wohl eher unter "öffnet langsam" einzusortieren.

3. @Achim: Der Schirm war mit Schutzwatte geschützt. Optisch sah der in der Luft noch intakt aus. Leider ist die Rakete in einem Weizenfeld gelandet -- ich hab sie nicht mehr gefunden, d.h. ich weiß nicht, wie das Ganze nach der Landung aussah. Ich bin mir nicht sicher ob sich die Rakete in der Luft um ihre eigene Achse gedreht hat, das kann natürlich sein.

Unterm Strich würde ich eine Kombination aus ungünstiger Windgeschwindigkeit (inkl. Seitenwind) und ungünstiger Fallschirmwicklung annehmen. Der Fallschirm hätte wohl mehr Zeit gebraucht, um sich aufzubauen, und da der B4-4 die Rakete nicht sonderlich hoch befördert hat war die Zeit einfach nicht da. Wieder was gelernt. Auch gelernt: Mein Startplatz und die Windbedingungen waren wohl suboptimal. Für mein Empfinden war gestern quasi kein Wind, aber ich hab da keinen Massstab.

@Felix: Ich sitze bei Kaiserslautern, Du scheinst ja südlich von mir zu sein. Kannst Du einen Startplatz empfehlen?

Danke nochmal,
-Mathias
NewWaterRockets

Wasserraketenbauer

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Beitrag 7647185 [Alter Beitrag08. Juni 2020 um 12:33]

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Hi Mathias,
In der Tat bin ich südlich von dir. Genauer gesagt in Bottenbach. Da sind wirklich sehr große Feldkomplexe, werden allerdings alle bebaut. Ich kann auf die Felder, da ich selbst im Bereich Landwirtschaft aktiv bin und somit auch bekannt. Als Startplatz würde ich dir 49.508127, 7.715761 bei Kaiserslautern empfehlen. Schau einfach mal bei Google Maps nach. Schließ dich aber mit den Landwirten kurz, ob es für diese in Ordnung ist. Generell haben sie aber nichts dagegen, solange man nur in den Fahrspuren läuft.

Gruß,

Felix.

Geändert von NewWaterRockets am 08. Juni 2020 um 13:01


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gonium

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Beitrag 7647187 [Alter Beitrag08. Juni 2020 um 13:42]

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Hi Felix,

danke für den Tip! Ich schaue mir die Situation vor Ort mal genauer an, das hatte ich nicht auf dem Radar.

Gruß,
-Mathias
AchimO

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Beitrag 7647188 [Alter Beitrag08. Juni 2020 um 15:54]

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Hallo Mathias,
mein Bedauern zu deinem ersten nicht ganz erfolgreichen Flug. Aber nicht aufgeben: das kommt vor und man lernt immer wieder aus Fehlern!

Hinsichtlich der Windgeschwindigkeit gehe ich wie folgt vor:

Ich hole mir die Wettervorhersage aufs Smartphone: Ich verwende die App yr.no; ist der kostenlose norwegische Wetterbericht, gilt aber weltweit. Da bekomme ich eine gute Angabe zu Windrichtung und -stärke; die Seite gibt es auch im Web. Der Deutsche Wetterdienst darf uns Bürgern ja keine App mit einem kostenlosen Wetterbericht zur Verfügung stellen, obwohl wir alle für ihn über die Steuer bezahlen.
Für die Flugsimulation mit Klima-Motoren empfehle ich die Seite von Steen Eller Joergensen, geht auch auf dem Feld mit Smartphone. Daraus bekommst du die Zeit vom Gipfel bis zur Landung. Wenn also z. B. diese Zeit 40 s beträgt und die Windgeschwindigkeit 3 m/s, wird die Rakete etwa 120 m weit driften.

Gruß Achim

Geändert von AchimO am 08. Juni 2020 um 15:55


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