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Lschreyer

Überflieger

Lschreyer

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Beitrag 7647964 [Alter Beitrag07. September 2020 um 10:49]

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Ich lege A/D Eingänge immer für 0-15V aus.
Die Auflösung reicht ja meist aus um da noch Details zu sehen, mit 12 Bit hat man ja da 15V/4096 = 3mV / Digit.
Das verhindert unabsichtliche Zerstörung durch Anwenderfehler.

Zünder hängen an einem Altimeter ja meist mit einer Seite an +, die andere an den Schalt-FET, der den Pin auf Masse zieht wenn gezündet werden soll. An der Stelle kann man messen ob ein Zünder da ist.
Beispielhaft hier der Ausgang eines Telemetrum. Ich habe da mal einen Zünder eingemalt.

An der Stelle wo "A/D Eingang" steht kann man messen, high=Zünder da, LOW=Zünder nicht mehr da.
Im Falle einer Zündung wir der Anschluss auf Masse gezogen.
Mit dem Spannungsteiler wird einmal der Prüfstrom festgelegt, zum Anderen die Spannung die am A/D ankommen soll.
Damit kann man dann die Zündspannung (0-15V) auf erträgliche Werte reduzieren.

Wenn man das auf Logic-Level reduziert kann man sogar einen digitalen Eingang nehmen um den Zünder zu erkennen!


Geändert von Lschreyer am 07. September 2020 um 10:50


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AchimO

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Beitrag 7647969 [Alter Beitrag07. September 2020 um 23:46]

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Hab mich mal mit der Sprachausgabe versucht. Hier kommt es als zip-Datei. Ist aus sechs einzelnen Elementen zusammengesetzt.

Anhang: 1823.zip

Gruß Achim

Schneiden, schleifen, schrumpfen, kleben: das ist Wara-Bauers Leben,
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Oder wie die Lateiner sagen: laminare necesse est!
hoernix

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Beitrag 7647970 [Alter Beitrag07. September 2020 um 23:46]

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Servus,

Ich will eure Unterhaltung hier nicht unterbrechen cool, nur mal meine Erfahrungen mit GPS tracking über LoRa einschieben ...

Nachdem ich letztes Jahr auf der Roten Jahne eine Oberstufe verloren habe, habe ich nach einer Tracking Lösung gesucht. Bin bei Adafruit und deren Feather System fündig geworden. Nicht ganz billig, aber Hardware scheint gute Qualität zu sein und es gibt sehr gute Software Bibliotheken und Dokumentation.

Der Transmitter in der Rakete besteht aus einem “Sandwich” mit einem Adafruit Feather M0 RFM96 LoRa Radio - 433MHz (Part No 3179) und einem Adafruit Ultimate GPS FeatherWing (Part No 3133) draufgesetzt. Damit das Ganze nicht zu hoch wird, benutze ich das Short Headers Kit for Feather (Parts No 2940 und No 3002). Der Transmitter ist klein genug, dass er in eine 40 mm Spitze (für Rohre von Noris Raketen) reinpasst.



Die Antenne ist ein einfacher 16,5 cm langer Draht.



Der Empfänger nutzt das gleiche LoRa Board wie der Transmitter. Zur Anzeige verwende ich den Assembled Adafruit FeatherWing OLED (Part No 3045). Noch ist der Empfänger “fliegend” aufgebaut, wie im Bild zu sehen. Stromversorgung ist eine einfache Power Bank (Varta vom Hornbach, die schaltet sich nicht ab).



Zusätzlich habe ich einen Adafruit Wireless Bluefruit LE UART Friend - Bluetooth Low Energy (BLE) (Part No 2479) angeschlossen, der die Daten unverändert über eine BLE Verbindung an mein iPhone weiterleitet.



Fürs iPhone habe ich eine App geschrieben (recht rudimentär). Diese managed die Bluetooth Verbindung und kann bei erfolgreichem Empfang eine Spur der Rakete auf einer Karte darstellen. Gerade die Spur war sehr hilfreich, da ich trotz Empfangsproblemen die Richtung hatte. Alternativen sind z.B. einfache Geocaching Apps ein die man die Koordinaten vom OLED Display eingibt.

Mein Ziel ist noch die Darstellung der Flugdaten, wie z.B Höhe AGL nach abgeschlossenem Flug. Zu diesem Zweck habe ich in der Transmitter Einheit die Header auf einer Seite gekürzt, um Zugang zum I2C des µC zu bekommen. Das ist aber alles noch in Planung.



Ich hatte in Manching zwei Tracker im Einsatz. Beide wurden von einer LiPo Zelle mit 150 mAh mit Strom versorgt. Diese Art der Stromversorgung ist definitiv unterdimensioniert. Bei meinem zwei Stufen Model (hier in den Bildern) hatte ich keine Daten mehr bei ca 350 m AGL, Gipfelhöhe war um die 600m AGL. Zum Glück hatte ich die Spur auf der iPhone App, der ich einfach weiter folgen konnte und so habe ich die zweite Stufe wiedergefunden. Ich kann nicht genau sagen wann, aber kurz bevor ich die Rakete wieder in der Hand hielt, hatte ich auch wieder Kontakt.

Beim zweiten Modell hat der Kontakt schon vor dem Start abgerissen. Es braucht einfach seine Zeit vom preppen der Rakete, bis es an den Start geht. Und am Wochenende hat es dann auch noch etwas gedauert bis gestartet wurde, ganz klar. Ich denke auch die Zelle schon einen Schaden hatte, weil ich danach auch mit dem Laden der Zelle Probleme hatte.

Ausserdem muss ich nachschauen, ob in meinem silbernen Lack nicht zu viel Metall drin ist roll eyes (sarcastic)

Wasser + Feuer
AchimO

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Beitrag 7647971 [Alter Beitrag08. September 2020 um 00:06]

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Zitat:
Fürs iPhone habe ich eine App geschrieben



Hast du die über den AppStore eingebracht, die Testumgebung oder gar einen Jailbreak gemacht?

Auf den Seiten der Bundesnetzagentur ist für 433 MHz eine Sendeleistung von max. 10 mW angegeben. Da in USA die Bestimmungen anders sind, ist mal wieder die Frage, ob die Sendeleistung bei uns zulässig wäre. Hast du Informationen dazu?

Aber dein Projekt klingt sehr interessant, und stören tust du damit hier niemand. Informationen über Projekte sind immer willkommen.

Gruß Achim

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hoernix

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Beitrag 7647972 [Alter Beitrag08. September 2020 um 08:08]

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Servus,

Für eigene Apps brauche ich keinen Jailbreak. Nervig sind aber Limitierungen wie max 5 Apps pro Gerät und vor allem, dass diese nach 7 Tagen nicht mehr starten. Habe mich inzwischen beim Developer Program angemeldet. Könnte also über Test Flight eine App bis zu 100 Leuten zukommen lassen (zum Testen ;-) oder in den App Store.

Die Sendeleistung lässt sich über die Software kontrollieren. Habe mich zwar bisschen schlau gemacht zu LoRa, aber das 10 mW Limit hab ich wohl übersehen. Ich befürchte, ich bin momentan bei 200 mW (23 dBm). Denke, dann müsste ich empfängerseitig eine Yagi Antenne dranhängen um die fehlenden 13 dB halbwegs zu kompensieren.

Grüße, Holger

Wasser + Feuer
AchimO

Wasserratte

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Beitrag 7647973 [Alter Beitrag08. September 2020 um 08:16]

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Zitat:
Ich denke auch die Zelle schon einen Schaden hatte, weil ich danach auch mit dem Laden der Zelle Probleme hatte.


Manche Ladegeräte weigern sich, wenn die Akkuspannung zu niedrig ist, zu laden. Das Problem könnte auch damit zusammenhängen.

Gruß Achim

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Beitrag 7648002 [Alter Beitrag09. September 2020 um 12:25]

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@Louis:

Danke für den Schaltplan! Ich denke, so sollte es gemacht werden. Analoge Eingänge scheinen ausreichend zu sein. Ich habe das auch mal erfolgreich mit dem Simply getestet.

Dabei ist mir in der Beschreibung des Simply folgendes aufgefallen:

Unter 'Elektrischer Anschluss AltiMAX G2 Simply' sind die Anschlüsse in der Tabelle richtig wiedergegeben. Im Bild darunter (Überschrift 'AltiMAX G2 Mini'; denke, das sollte 'Altimax G2 Simply' heißen) weichen Pyro1- und Pyro1+ davon ab. Am gelben Kabel liegt bei mir tatsächlich Pyro1+ und am grünen Kabel Pyro1-, wie in der Tabelle darüber angegeben.

Das Gleiche gilt für die Beschreibung des AltiMAX.

Gruß Achim

Geändert von AchimO am 09. September 2020 um 12:54


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Beitrag 7648084 [Alter Beitrag13. September 2020 um 19:54]

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Nach einigem Stochern in Dokumentationen und Foren bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es nicht möglich ist, die Anforderungen
- Überwachung diverser Spannungen und
- Erkennung diverser Events
mit den Bordmitteln des LoRa32-Boards zu erfüllen.

Meine Idee ist daher, für diese "niederen Aufgaben" einen weiteren Prozessor einzusetzen. Da bietet sich der ATtiny84 an. Er hat 10 nutzbare Ports, von denen sehr viele auch analogen Input erlauben. Die Kommunikation soll über eine serielle Schnittstelle geschehen. Der ATtiny84 muss dann mit 3,3 Volt betrieben werden, damit er an anderen Bauteilen keinen Schaden anrichtet.

Das LoRa-Board hat 3 serielle (Hardware-)Schnittstellen. Eine ist für Programmladen und Monitor-Ausgabe vergeben, die zweite für die Kommunikation mit dem GPS-Empfänger. Nutzt man dann noch die dritte, gibt es einen Konflikt mit der Display-Ausgabe; das heißt, das Onboard-Display kann dann nicht genutzt werden. Damit kann man leben, denn es geht ja noch die Monitor-Ausgabe beim Anschluss am PC.

Der GPS-Empfänger kann mit dem LoRa-Board aus dem gleichen Akku betrieben werden. Vorteil: Ein weiterer Spannungsregler entfällt. Die 75 mA, die der GPS-Empfänger zieht, machen sich aber schon bemerkbar: Zum Laden des Programms muss die Versorgung des GPS-Empfängers abgezogen werden.

Die Verteilung der Ports des ATtiny84 würde dann so aussehen:
- serielle Schnittstelle(SoftSerial) (2)
- BMP180 (2) zur Höhenmessung
- Spannungsüberwachung und Events (6)

Die Überwachung der Spannung des LoRa-Bords kann dessen Prozessor übernehmen.

Gruß Achim

Geändert von AchimO am 13. September 2020 um 21:14


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