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Professor MoHnK

Anzündhilfe

Professor MoHnK

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Beitrag 7650620 [Alter Beitrag29. Oktober 2021 um 19:56]

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Hey Achim,

ja, das mit dem kallibrieren haben wir so auch gemacht. wenn das ding sicher steht 300 Werte, Mittelwert und den dann später beim Messen einfach abziehen. Aus der Box hatten wir 1°/s Drift, mit kallibrieren is das auf weniger als 0,2°/s, das lohnt auf alle Fälle!

Grüße,
Moritz
AchimO

Poseidon

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Beitrag 7650961 [Alter Beitrag21. Dezember 2021 um 18:52]

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Schon lange nichts mehr geschrieben hier!

Ich habe schon eine Weile mit dem MP3-Player gekämpft. Ich habe ja bisher einen DF Player Mini eingesetzt. Mit dem hatte ich das Problem, dass zu nicht vorhersehbaren Zeitpunkten die Sprachausgabe aussetzte, weil der MP3-Player einen Reset ausführte. Ich habe nun alles Mögliche ausprobiert:
- Entkopplungsmaßnahmen
- Versorgung des MP3-Players mit eigener Stromquelle (LiPo)
- Versorgung mit 5V statt 3.7 bis 4.2V
- Test mit verschiedenen Exemplaren
usw.

Es half alles nichts. Endlich kam ich zu dem Schluss, dass das Problem nicht bei mir liegen kann, sondern beim MP3-Player liegt. An sich wird das Teil ja offenbar im Hobby- und Maker-Umfeld häufig eingesetzt. Warum das Problem also nur bei mir?

Es könnte daran liegen, dass bei der Sprachausgabe die Dynamik sehr hoch ist, von stumm auf hohe Lautstärke in kürzester Zeit; das wäre dann ein Unterschied zum Abspielen von Musik. Ich hatte auch den Eindruck, dass das Problem bei niedriger Lautstärke nicht oder nicht so häufig auftrat.

Egal, was die Ursache ist: Ich habe einen anderen MP3-Player bestellt, und zwar einen YX5300:



Der hat den Vorteil, dass der 3.5 mm Klinkenstecker schon auf dem Board ist. Alle Tests mit diesem Player liefen bisher problemlos! Allerdings muss man sagen, dass er eine abenteuerliche Benutzerschnittstelle hat:
Wie kommt man auf die Idee, die Dateien auf der Micro-SD-Karte nicht über ihren Namen bzw. den ersten Teil ihres Namens (das mag ja noch angehen), sondern über ihre Postion im Verzeichnis anzusprechen???
Wollen wir mal annehmen, dass man dem armen Software-Entwickler von Hardware-Seite einfach viel zu wenig Speicher gegönnt hat, so dass er gezwungen war, irgendwie eine Funktionalität darin unterzubringen!

Na, wenn man das verstanden hat, kann man das Teil ganz gut einsetzen. Allerdings war natürlich ein neues Layout und ein neues "Käschtle" nötig. Bei der Gelegenheit habe ich dann in die Software noch einen "Countup" eingebaut, um damit die Lautstärke einzustellen. Den "Countup" kann man über einen Taster auslösen und so die Lautstärke am Lautsprecher wie gewünscht einstellen. Während des Fluges macht sich so etwas ja nicht besonders gut. Es gibt auch Lautsprecher, die nach dem Einschalten mit einer niedrigen Lautstärke starten und die man erst über z. B. einen Taster einstellen muss.

Gruß Achim

Schneiden, schleifen, schrumpfen, kleben: das ist Wara-Bauers Leben,
Danach schleifen, laminieren: So kann dem Drucktank nichts passieren!

Oder wie die Lateiner sagen: laminare necesse est!
AchimO

Poseidon

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Beitrag 7650964 [Alter Beitrag22. Dezember 2021 um 12:06]

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So sieht es jetzt im Innern des "Käschtles" aus:



Oben rechts der Mikroschalter dient zur Auslösung des oben erwähnten "Countups". Der Aufbau der Elektronik ist jetzt mehr als simpel geworden:



Bei Interesse könnte man das als Bausatz zur Verfügung stellen:



Der größere Aufwand liegt dann im mechanischen Aufbau. Könnte aber durch ein 3D-gedrucktes Gehäuse vereinfacht werden.

Gruß Achim

Geändert von AchimO am 22. Dezember 2021 um 12:11


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RalfB

Grand Master of Rocketry


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RalfB

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Beitrag 7650965 [Alter Beitrag22. Dezember 2021 um 12:10]

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Hallo Achim,

wenn Du keinen eigenen Drucker hast, stelle ich mich gern zur Verfügung Dir einen Prototypen zu drucken.
Dazu müssten wir nur eine Zeichnung machen.


Gruß Ralf
AchimO

Poseidon

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Beitrag 7650967 [Alter Beitrag22. Dezember 2021 um 12:27]

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Ralf. danke für das Angebot!

Für mich habe ich das ja mit Flugzeugsperrholz gelöst. Das kann jetzt natürlich genutzt werden, um die Maße abzunehmen. Mit der Zeichnung tue ich mich aber schwer. Habe ein dafür erforderliches CAD-Programm noch nicht benutzt. Und das SOFEX, wo das mal vorgestellt wurde, ist lange her. Ich glaube, das war damals Fusion360. Ich bekenne freimütig, dass ich noch von der alten Schule bin und in solchen Fällen Papier und Bleistift nehme. Natürlich macht sich das für 3D-Zeichnungen nicht so toll und für 3D-Druck geht's ja gar nicht.

Wie wäre das, wenn ich dir das ganze Teil mal zuschicken würde?

Gruß Achim

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torstenb

Anzündhilfe

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Beitrag 7650999 [Alter Beitrag26. Dezember 2021 um 18:52]

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Zitat:
Original geschrieben von AchimO

Habt ihr gesehen, dass der Frequenzbereich

von 433,050 bis 434,790 MHz geht,

man auf 433 MHz selbst gar nicht senden darf?

Gruß Achim




Hallo Achim,

ich habe mir mal die entsprechenden Standards angesehen. Die Frequenzbereich 433MHz und 868MHz werden im europäischen harmonisierten Standard ETSI-EN300220 geregelt. Richtig: Die BNetzA nimmt darauf dann nur Bezug.
Der Standard ist unter

https://www.etsi.org/standards/get-standards#page=1&search=en300220&title=1&etsiNumber=1&content=1&version=0&onApproval=1&published=1&historical=1&startDate=1988-01-15&endDate=2021-12-26&harmonized=0&keyword=&TB=&stdType=&frequency=&mandate=&collection=&sort=1

frei verfügbar. Annex B im part 2 enthält die Tabelle der Sendeleistung/DC/Kanalbandbreiten. Dabei gilt für das 433MHz Band:
433,05MHz - 434,79MHz, max. Sendeleistung 10mW, Duty Cycle 10%

Der Duty Cycle spielt nur dann keine Rolle mehr, wenn die Kanalbandbreite kleiner 25kHz ist. Dazu habe ich mal in den Semtech LoRa Modem Calculator geschaut. Es kommt darauf an, welcher IC auf deinem Heltec-Module verbaut wurde. Der SX1272 unterstützt nur Bandbreiten oberhalb 125kHz bei Frequenzen oberhalb 860MHz. Der SX1276 arbeitet auch mit 10kHz und ist für die 160/433/868/920MHz-Bänder ausgelegt.

Die Definition des Duty Cycles ist in part 1 des Standards erklärt. Richtig: Es bezieht sich auf die Sendezeit innerhalb einer Stunde (10% sind dann 6min).

Der 433MHz Bereich hat den Nachteil, dass die Antennen größer werden.

Man könnte übrigens den LoRa-Chip um einen Leistungsverstärker erweitern. Es ist ein Frequenzband mit 500mW Sendeleistung im Bereich 869,4...869,65MHz definiert. Ich sitze da gerade an ein Front-End-Modul mit dem SE2435.
Aber Vorsicht! Unbedingt EMC Effekte beachten. Jörg hatte mal ein XBEE-Modul für 869MHz mit 500mW Sendeleistung über Drähte an die gleiche Batterie, wie für den Altimax geklemmt. Dadurch kam die Ausstoßladung beim Einschalten des Funkmoduls auf der Rampe.

Ansonsten kann ich erstmal nur sagen: EIN SCHÖNES PROJEKT.

Viele Grüße
Torsten


Geändert von torstenb am 26. Dezember 2021 um 18:56

AchimO

Poseidon

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Beitrag 7651012 [Alter Beitrag27. Dezember 2021 um 15:19]

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Torsten, danke für deinen intensiv recherchierten Beitrag.

In den CubeCell (AB01 als auch AB02) steckt ein SX1262. Den verwende ich aktuell nur im Empfänger.
Im Sender verwende ich aktuell den LoRa1276-C1-868 von G-NiceRF.

Die können die folgenden Bandbreiten (in kHz):
7,8 10,4 15,6 20,8 31,2 41,7 62,5 125 250 500

Für das Design von LoRa-Netzwerken finde ich in der Dokumentation aber nur Angaben 125, 250, 500 (in kHz).
Könnte es sein, dass man für Bandbreiten unter 125 kHz einen TCXO (temperaturkompensierten Oszillator) braucht, den die oben genannten nicht haben?

Tatsächlich habe ich in der LoRaWAN-Spezifikation auch nur Bandbreiten von 125 und 250 kHz gefunden.

Zum einen ist bei niedrigen Bandbreiten ja die Empfindlichkeit gegen Störungen geringer. Andererseits dauert die Datenübertragung länger, was bei einem einzuhaltenden Duty Cycle natürlich negativ zu Buche schlägt.

Daneben teste hier auch noch mit ein paar RFM95W von Hope RF, die aber kein CE-Zeichen haben.

Gruß Achim

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Ich habe mal so etwas wie ein Handbuch geschrieben. Wer es sich ansehen will, hier ist der Link:

https://www.dropbox.com/s/yvnf0l9cv1xirtf/Telemetrie-Handbuch_2021_12_27.pdf?dl=0

Gruß Achim

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